Freuen sich auf die Meisterschaft: Lukas Jovanovic und Lotta Kuhlmann geben Hermann Dieckmann (v..), Thomas Sänger und Achim Wilmsmeier einen Einblick in ihr Können am Schachbrett. Foto: Heidi Froreich - © Heidi Froreich
Freuen sich auf die Meisterschaft: Lukas Jovanovic und Lotta Kuhlmann geben Hermann Dieckmann (v..), Thomas Sänger und Achim Wilmsmeier einen Einblick in ihr Können am Schachbrett. Foto: Heidi Froreich | © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen „Schach ist gut fürs Gehirn“

Werre-Park: Rund 150 Grundschüler kämpfen um die ostwestfälische Meisterschaft. Kinder sehen Nutzen des Denksports auch für Hand- und Fußball

Heidi Froreich

Bad Oeynhausen. Am kommenden Freitag wird es im Werre-Park mucksmäuschenstill – zumindest an den 22 Tischen in der Einkaufsstraße.Weil dann rund 150 Grundschüler um die ostwestfälische Meisterschaft im Schach kämpfen. „Wir verzichten auf Musik", nennt Center-Manager Thomas Sänger einen Beitrag, mit dem er die Konzentrationsfähigkeit fördern will. Ab 10.30 Uhr werden sich die Kinder an die Bretter setzen. „Jeder Spieler hat pro Partie insgesamt 15 Minuten Bedenkzeit", erläutert Hermann Dieckmann den wesentlichen Unterschied zum Erwachsenen-Schach, bei dem 120 Minuten Zeit zur Verfügung stehen. Dieckmann ist Vorsitzender des Schachverbands Ostwestfalen-Lippe und Organisator der Veranstaltung. Im letzten Jahr hat er den öffentlichen Auftritt eines Schachgroßmeisters im Werre-Park erlebt und spontan erkannt: „Wenn wir hier unsere Schulmeisterschaften ausrichten, können wir neue Interessenten gewinnen". Bürgermeister macht den ersten Zug Noch gibt es längst nicht an allen Grundschulen Arbeitsgemeinschaften im Schach. Auch in Bad Oeynhausen steht der Denksport nicht auf dem Programm. „Das wird sich nach der Meisterschaft vielleicht ändern", hofft Bürgermeister Achim Wilmsmeier als Schirmherr der Veranstaltung. „Ich kenne nur die Grundregeln", gesteht er – und ist sich insoweit mit Thomas Sänger einig. Bei der Meisterschaft wollen beide dennoch aktiv werden: „Wir machen die ersten Züge". Ganz anders als Lukas Jovanovic und Lotta Kuhlmann. Die beiden Neunjährigen aus der Grundschule Lenzinghausen haben mit ihrer Mannschaft schon die Kreismeisterschaft gewonnen und hoffen nun auf den Sieg im Werre-Park: Der bedeutet die Qualifikation für die nordrhein-westfälische Meisterschaft am 9. März in Düsseldorf. Lukas und Lotta stammen aus schachbegeisterten Familien und spielen seit der ersten Klasse in der von Dieckmann geleiteten Arbeitsgemeinschaft. „Schach ist gut fürs Gehirn", sind sich die beiden Kinder einig. Wobei sie den Beweis dafür nicht nur an ihren guten Schulnoten festmachen. „Ich kann Spielzüge leichter erkennen und umsetzen", berichtet Handballspielerin Lotta. Ähnliche Erfahrungen macht auch Lukas auf dem Fußballplatz. „Beim Schach lernt man strategisches Denken" ergänzt Hermann Dieckmann und findet für Lukas gleich ein prominentes Vorbild: „Felix Magath war gut auf dem Platz und auf dem Brett".

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