Wegen Mordes verurteilt: Den Verteidigern von Georgios S. ist es nicht gelungen, dem Landgericht Bielefeld Rechtsfehler im Verfahren nachzuweisen. - © Wolfgang Rudolf
Wegen Mordes verurteilt: Den Verteidigern von Georgios S. ist es nicht gelungen, dem Landgericht Bielefeld Rechtsfehler im Verfahren nachzuweisen. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld/Bad Oeynhausen Revision im Senne-Mord-Fall verworfen: Lebenslange Haft für Georgios S. ist rechtskräftig

Ermordung mit Schrotflinte in Bielefeld-Senne: Trotz Ermittlungspannen keine Rechtsfehler

Jens Reichenbach

Bielefeld/Bad Oeynhausen. Das Urteil des Landgerichts gegen Georgios S. zu lebenslanger Haft wegen der Ermordung seiner Frau im September 2016 in Bielefeld-Senne ist nun rechtskräftig. Landgerichtssprecher Guiskard Eisenberg bestätigte am Mittwoch, dass der Bundesgerichtshof die Revision der Verteidigung "als unbegründet verworfen" hat. Die X. Große Strafkammer des Landgerichts Bielefeld hatte den Geschäftsmann aus Bad Oeynhausen im Mai 2017 wegen heimtückischen Mordes an seiner 41 Jahre alten Ehefrau Tanja zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht hatte ihm vorgeworfen, seiner in Trennung lebenden Frau vor ihrem Haus mit einer Schrotflinte aufgelauert und die zweifache Mutter dann in ihrem Auto erschossen zu haben. Die drei Verteidiger von S. hatten bereits kurz nach dem Gerichtsurteil angekündigt, Revision gegen das Urteil vor dem Bundesgerichtshof einzulegen. Laut Verteidiger Martin Lindemann hatte das Urteil nur auf Indizien beruht. Ermittlungspannen hatten weitere Beweise vernichtet Das Gericht hatte sich vor allem auf DNA-Spuren des Verurteilten auf einer Sturmhaube und Patronenhülsen am Tatort konzentriert, weil einige Ermittlungspannen weitere Beweise für die Tat vernichtet hatten. Die DNA-Spuren könnten sich auch anders erklären lassen, hatte Lindemann erklärt. „Mich haben die mündlich in der Verhandlung vorgetragenen Entscheidungsgründe des Gerichts nicht überzeugt." Dennoch verwarf der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs nun die Revision einstimmig. Rechtsfehler seien nicht erkannt worden. Damit ist die Strafe gegen Georgios S. rechtskräftig. Eine weitere Möglichkeit, gegen das Urteil vorzugehen hat er nicht.

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