Freuen sich über Unterstützung: Das Tanzprojekt in der Schule Am Weserbogen wird dank der Spende fortgeführt. Darüber freuen sich auch die Schülerinnen Chantal und Danara (in Rollistühlen). - © Foto: fro
Freuen sich über Unterstützung: Das Tanzprojekt in der Schule Am Weserbogen wird dank der Spende fortgeführt. Darüber freuen sich auch die Schülerinnen Chantal und Danara (in Rollistühlen). | © Foto: fro

Bad Oeynhausen Inklusives Tanzprojekt der Schule Am Weserbogen wird fortgeführt

Spende der Provinzialer in Westfalen-Lippe: Mit 5.000 Euro können körperbehinderte und gesunde Schüler gemeinsam unter professioneller Anleitung für eine Aufführung trainieren. Immanuel-Kant-Gymnasium ist neuer Kooperationspartner

Heidi Froreich

Bad Oeynhausen. Chantal freut sich schon auf das nächste Schuljahr: „Dann kann ich wieder tanzen". Die 16-Jährige hat zusammen mit der gleichaltrigen Danara und fünf weiteren schwer körperbehinderten Schülern am Tanzprojekt „Das Weite suchen" teilgenommen. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Verein „Provinzialer in Westfalen-Lippe" wird das Projekt nach den Sommerferien fortgeführt. Unter der professionellen Anleitung der beiden Tanzpädagoginnen Katharina Vorderbrügge und Bernadette Schnabel hatten die Schüler der Förderschule Am Weserbogen zusammen mit sechs nichtbehinderten Schülern des Wesergymnasiums und der Sekundarschule Vlotho mehr als 65 Stunden trainiert und dann in einer einstündigen Aufführung im Herforder Museum „Martha" ihr Bewegungsprojekt vorgeführt. „Wir wollen die Grenzen von Behinderung und Nichtbehinderung verschwimmen lassen", hebt Schulleiterin Marion Gauert als vorrangiges Ziel hervor. Ganz bewusst wurden die Zuschauer bei vielen Choreographien im Unklaren gelassen, wer im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen ist. „Ich hoffe, dass dieses Projekt Schule macht", lobt Mathias Löb, Direktor des Schulträgers Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Unterstützung gibt es für dieses Vorhaben durch den Verein „Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen". Dem gehören derzeit rund 600 Mitarbeiter der Provinzial Versicherung an. „Wir sind als öffentlicher Versicherer dem Gemeinwohl verpflichtet", betont Vorstandsmitglied Michael Eßer. Der Landschaftsverband ist Mehrheitseigner der Versicherung. „Jeder Euro, den die Vereinsmitglieder spenden, wird von uns verdoppelt", betont Eßer. „Unterstützt werden Projekte, die sonst kein Geld kriegen", ergänzt Albert Roer, Betriebsratsvorsitzender der Provinzial. So wie eben das integrative Tanzprojekt. Einen neuen Partner hat Marion Gauert schon gefunden. „Wir werden uns mit sieben Schülerinnen beteiligen", kündigt Klaus Kessler, Schulleiter des Immanuel Kant-Gymnasiums an. Im September sollen die Proben beginnen, im November ist die Aufführung geplant. Auf die freut sich nicht nur Chantal.

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