(v.l.) Dennis Steffen, Leiterin der FAW-Außenstelle Miriam Brockschmidt, Andrea Brakelsberg, Künstlerin Kristina Lohmann, Lena Scheier und Denis Bökenkröger.
(v.l.) Dennis Steffen, Leiterin der FAW-Außenstelle Miriam Brockschmidt, Andrea Brakelsberg, Künstlerin Kristina Lohmann, Lena Scheier und Denis Bökenkröger.

Bad Oeynhausen Alltägliche Gegenstände und bunte Pop-Art-Kunst

Bielefelder Künstlerin zeigt Arbeiten im Lenné Karree

Bad Oeynhausen (nw.) Alltägliche Gegenstände sind ihr Material und Thema. Zerbrochene Spiegel, Fotos von Mikro-Welten und bunte Popart-Kunst setzen die Betrachter der Drucke in eine aktive Position. „In meinen Bildern kann jeder etwas finden, damit experimentieren und auch etwas Neues schaffen“, so beschreibt es Kristina Lohmann. Die Künstlerin und Pädagogin stellt ihre Werke nun erstmalig in der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) im Lenné-Karree aus.

Über die Jahre hat sich Lohmann die Fähigkeit angeeignet, zwischen Kontinuität und Veränderung zu vermitteln. „Ich versinke oft im Sucher meiner Kamera, tauche dann wieder auf mit dem Gefühl von einer Reise zurückzukehren“, beschreibt die 35-jährige Bielefelderin ihre Arbeit. Angefangen habe allerdings alles mit der Familienkamera der Eltern, die auf allen Ausflügen mitgenommen wurde und später ganz in den Besitz der Künstlerin wechselte.

„Mit dieser Ausstellung habe ich das erste Mal meine Reiseerinnerungen sortiert“, freut sich Lohmann. Auf 30 Bildern präsentiert Lohmann auch moderne „Pop-Art“, die durch ein Fotobearbeitungsprogramm in verschieden leuchtenden Farbtönen erstrahlt.

Ganz besonders am Herzen liegen der Bielefelderin aber zerbrochene Spiegel, die eine persönliche Assoziationsmöglichkeit für den Betrachter bieten. „Zuhause habe ich zahlreiche zerbrochene Glasspiegel von Autos und Motorrädern, die je nach Lichteinfall immer unterschiedliche Perspektiven bieten“. Sei es durch den Prozess des Schattenwurfes auf das Objekt oder den Standpunkt des Beobachtenden. Das Entdecken von Schönheit in einem defekten Teil – ein wichtiger Punkt für die Künstlerin. „Auch unsere Rehabilitanden, die wir auf dem Weg der beruflichen Neuorientierung in der FAW begleiten, können die ausgestellten Bilder mit ihrer persönlichen Geschichte verknüpfen und dadurch Hoffnung schöpfen“, so die Koordinatorin der Außenstelle, Miriam Brockschmidt.

Bis zum 12. Juni kann die Ausstellung besichtigt werden: Jeden Dienstag von 15.30 bis 17 Uhr. Sonderöffnungszeiten sind nach telefonischer Absprache, gerne auch für Gruppen, möglich.

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