Auf neuen Wegen: Naturschützer Daniel Lühr, Naturpark Teutoburger Wald-Geschäftsführerin Birgit Hübner, Landschaftsführerin Edda Affeldt, Landrat Axel Lehmann, Museumsvorsitzender Moritz Ilemann und Bürgermeister Dirk Becker (v. l.). - © Jan Ahlers
Auf neuen Wegen: Naturschützer Daniel Lühr, Naturpark Teutoburger Wald-Geschäftsführerin Birgit Hübner, Landschaftsführerin Edda Affeldt, Landrat Axel Lehmann, Museumsvorsitzender Moritz Ilemann und Bürgermeister Dirk Becker (v. l.). | © Jan Ahlers

Oerlinghausen Landrat eröffnet neue Wanderwege

Im Freilichtmuseum Oerlinghausen werden Eidechsenpfad und Ochsentour eröffnet. Das touristische Potential der Stadt soll besser genutzt werden

Jan Ahlers

Oerlinghausen. „Diese Wanderwege sind von der gesamten Aufmachung her einfach toll. Sie stellen einen großen Gewinn für Oerlinghausen dar.“ Wanderwegezeichner Klaus Biere kommt ins Schwärmen, wenn er vom Eidechsenpfad und der Ochsentour spricht, den beiden neugestalteten Wanderrouten in Oerlinghausen. Er hat in der Region schon viele Wege gesehen, „diese aber stechen daraus hervor“. In den vergangenen Monaten hatten viele Helfer Hand angelegt, um die Fußtouren fertigzustellen. Freitagmittag war es soweit, 40 geladene und spontane Gäste kamen zur Eröffnung in das Freilichtmuseum. „Wir wollen vermehrt auf Qualität statt auf Quantität setzen“, sagte Bürgermeister Dirk Becker. So werde aktuell an der Zertifizierung ausgewählter Wege gearbeitet, andere müssten hingegen aufgegeben werden. Eidechse und Ochse würden die heimische Natur auf faszinierende Art und Weise im Einklang mit der Tierwelt zeigen, lobte das Stadtoberhaupt. Mehrere tierische Hingucker können auf den Pfaden angetroffen werden. 35 Schottische Hochlandrinder und 16 Exmoor-Ponys hat Daniel Lühr vom Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger Wald zuletzt gezählt. Der fünf Kilometer lange, als Familienwanderstrecke angedachte Eidechsenpfad führe zu einer Aussichtsplattform, von der aus in eine Schaukoppel mit Tieren geblickt werden könne. Die doppelt so weite Ochsentour ist für geübte Wanderer. Sie führt nicht nur über den Kamm des Teutoburger Walds, sondern auch direkt zu den zahmen Nutztieren. Kleine Reptilien lassen sich mit gutem Auge ebenso entdecken. „Die Zauneidechse ist in der Sandgrube Haßler anzutreffen“, sagt Naturexperte Lühr. „Allerdings müssen sich die Eidechsen vor ihrem Fressfeind, der Schlingnatter, in Acht nehmen.“ Damit sich auf den Wegen niemand verläuft, wurde pünktlich zur Eröffnung eine Smartphone-App freigeschaltet, die die verschiedenen Themenschwerpunkte des Wanderwegs mit Text und Bewegtbild aufbereitet. Das soll den Weg für jüngere Zielgruppen attraktiv machen. Bürgermeister Becker gibt vor: „Wir wollen das touristische Potential der Stadt noch besser ausnutzen.“ Dazu regte er unter anderem einen „peppigeren Namen“ für das „sperrige“ Naturschutzgroßprojekt an. Dieses plant die Eröffnung zweier weiterer Routen: Der „Holzweg“ verbindet Oerlinghausen mit Lage, für einen vierten Weg im Furlbachtal ist noch kein Name gefunden. Eidechsenpfad und Ochsentour sind unterdessen Teil des zweiten Oerlinghauser Wandertags: Am 3. Oktober geht es um 11 Uhr am Rathaus los.

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