Die Leiterinnen: Ingrid Huneke (v. l.) hat die Kita Regenbogen in der Südstadt von 1996 bis 2002 geleitet, Dagmar Strohmeier bis zum Jahr 2016. Aktuelle Leiterin ist Svenja Fenkl. Auf der Fotowand hinter ihnen kann die Geschichte nachvollzogen werden. - © Karin Prignitz
Die Leiterinnen: Ingrid Huneke (v. l.) hat die Kita Regenbogen in der Südstadt von 1996 bis 2002 geleitet, Dagmar Strohmeier bis zum Jahr 2016. Aktuelle Leiterin ist Svenja Fenkl. Auf der Fotowand hinter ihnen kann die Geschichte nachvollzogen werden. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Evangelische Kita Regenbogen in Oerlinghausen feiert 20. Geburtstag

Karin Prignitz

Oerlinghausen. Seit 20 Jahren gibt es die evangelische Kita Regenbogen in der Südstadt mittlerweile. Von Beginn an ist die Einrichtung von der Vielfalt der Kinder aus unterschiedlichen Nationen geprägt gewesen – und deshalb auch von Vorurteilen. „Wir mussten immer gegen die öffentliche Meinung kämpfen“, beschreiben Ingrid Huneke und Dagmar Strohmeier, die beiden ersten Leiterinnen, eine Situation, die sich bis heute kaum verändert hat. „Wie hoch ist der Ausländeranteil“, diese Frage werde in der Regel zuerst gestellt, das hat auch Svenja Fenkl, die die Leitung der Kita im vorigen Jahr übernommen hat, schon erlebt. Nie nach der eigentlichen Arbeit gefragt zu werden, sich immer wieder beweisen zu müssen, „das war schon manchmal deprimierend“, bestätigt Dagmar Strohmeier. Dabei werde die Zukunft der Kinder heute international sein. „Hier leben sie das selbstverständliche Miteinander ohne Barrieren von Anfang an.“Mit 65 Kindern fing es an Am 1. September 1997 öffneten sich die Türen der Kita am Ende der Sennestraße zum ersten Mal für 65 Kinder. Zuvor hatten 25 von ihnen eine Zeit lang ein Provisorium in der Florence-Nightingale-Straße besucht. Ingrid Huneke als erster Leiterin ist die große Dankbarkeit von Eltern und Kindern im Gedächtnis geblieben. Damals habe es bereits eine kleine altersgemischte Gruppe mit 15 Kindern von null bis sechs Jahren gegeben. Zu dieser Zeit noch durchaus ungewöhnlich. Der Spracherwerb und das Miteinander standen im Mittelpunkt. In den Jahren 2010 und 2016 wurde umgebaut. Mit dem Kinderbildungsgesetz kamen neue Herausforderungen hinzu. „Wichtig war immer, unsere Arbeit den Eltern gegenüber transparent zu machen“, sagt Dagmar Strohmeier.Sprache bleibt die größte Hürde Nach wie vor sei die Sprache die größte Hürde, bestätigt Svenja Fenkl. Ihr wie auch ihren Vorgängerinnen und dem Mitarbeiterinnen-Team ist aber die Wertschätzung jeder Nationalität und jeder Kultur wichtig. Derzeit leben und spielen in der Kita Regenbogen Kinder aus 14 Nationen täglich friedlich zusammen. Aus Deutschland, Russland, Polen, Kurdistan, Bulgarien, Syrien, Serbien, Eritrea, Nigeria, dem Irak, der Türkei, aus Rumänien, China, Paraguay kommen sie. Auch die Religionen sind vielfältig. Mit Natalia Angold, Dorothee Endlich, Stefanie Sudhölter, Anita Fink und Galina Neustädter sind fünf Mitarbeiterinnen von Beginn an in der Kita tätig. Derzeit besuchen 54 Kinder die Einrichtung. Viele von ihnen und ihre Eltern waren gekommen, um das Jubiläum mit einem internationalen Büfett, einer Kunstversteigerung, einer Fotowand, Liedern, Zuckerwatte, einer Schatzsuche und noch mehr Aktionen zu feiern. Der Erlös der Bilderversteigerung und einer Spendenbox ist für die Anschaffung einer neuen Matschanlage gedacht.

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