Ausgezeichnet: Klaus Sieveke (3. v. l.) nimmt die Urkunde vom Namensgeber des Preises, Horst Steinkühler (l.), Festredner Henning Welslau (2. v. l.) sowie dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Daniel Schollmeyer (r.) entgegen. - © Karin Prignitz
Ausgezeichnet: Klaus Sieveke (3. v. l.) nimmt die Urkunde vom Namensgeber des Preises, Horst Steinkühler (l.), Festredner Henning Welslau (2. v. l.) sowie dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Daniel Schollmeyer (r.) entgegen. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Klaus Sieveke erhält Horst-Steinkühler-Preis

Der SPD-Ortsverein Oerlinghausen vergibt zum neunten Mal die Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement. Diesmal an einen Feuerwehrmann

Karin Prignitz

Oerlinghausen. Als Feuerwehrmann hat sich Klaus Sieveke viele Jahre lang ehrenamtlich zum Wohle seiner Mitmenschen engagiert. Vor allem die Brandschutzarbeit mit Kindergarten- und Schulkindern hat ihm am Herzen gelegen. „Das war meine Welt“, bestätigte der 56-Jährige. Tatsächlich waren ein paar Kinder dabei, als ein sichtlich gerührter Klaus Sieveke mit „ganz wackeligen Knien“ im Saal des Bürgerhauses eine besondere Ehrung entgegennehmen durfte. Seit dem Jahr 2001 vergibt der SPD-Ortsverein alle zwei Jahre den Horst-Steinkühler-Preis für außergewöhnliches soziales Engagement. Klaus Sieveke ist der neunte Preisträger. Ehrenamt, für diesen Begriff sei eine eindeutige Definition schwierig, meinte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Daniel Schollmeyer. Ob nun Sport, Musik oder lokale Politik: „Er hat für jeden eine andere Bedeutung.“ Und dann gebe es auch diejenigen, die notfalls auch mitten in der Nacht aus dem Bett springen, um zu einem Brand- oder Unfallort zu eilen, um zu retten, zu löschen und zu bergen, schlug Schollmeyer den Bogen zur Hauptperson des Abends.Henning Welslau hält die Festrede Für den SPD-Kreistagsvorsitzender Henning Welslau, der die Festrede hielt, gehört Klaus Sieveke durch sein Wirken „zu den Vorbildern und zum Rückgrat in unserer Gesellschaft“. Nicht ungefährlich sei der Einsatz bei der Feuerwehr, „es bedarf fachlicher Kompetenz und hoher Disziplin“, hob Welslau hervor. Und noch eines: Der Preis bringe neben der persönlichen Würdigung die Bedeutung der Feuerwehr insgesamt zum Ausdruck gebracht. Denn alle Feuerwehrmänner und -frauen leisteten einen selbstloser Dienst am Nächsten, um Leben und Eigentum der Mitmenschen zu schützen. „Es geht um etwas – es geht um Leben und Tod.“ Klaus Sieveke war bereits im Alter von 13 Jahren in die Oerlinghauser Jugendfeuerwehr eingetreten. Viele Beförderungen und Ehrungen hat er in den vergangenen Jahrzehnten erhalten. Für den Bergstädter, der im Hauptberuf Bautischler ist und der mit seiner Lebensgefährtin Manuela Diembeck an der Preisverleihung teilnahm, hat das Hauptaugenmerk seines ehrenamtlichen Wirkens in den vergangenen 25 Jahren auf der Brandschutzerziehung in Kindergärten gelegen. „Da bin ich mit dem Herzen dabei gewesen“, bestätigte Sieveke. Und wenn dann immer wieder die Frage gehört habe „Wann kommst Du wieder?“, dann habe ihn das stolz gemacht. In der Heinz-Sielmann-Schule arbeitete er mit Siebtklässlern und hat außerdem die Mitarbeiter der Seniorenheime und Kindergärten über Verhaltensregeln aufgeklärt. „Eine aufregende Zeit“ sei es gewesen, sagt Sieveke, dem wegen der beruflichen Anforderungen mittlerweile kaum noch Zeit für die Herzensangelegenheit bleibt. Denn der Ausgezeichnete ist in seiner Freizeit auch noch Jugendschöffe und außerdem begehrter Alleinunterhalter. Musikalisch begleitet worden ist die Preisverleihung von David Clarke auf der Gitarre und von Flötist Michael Davison.

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