Das große Finale: Der Posaunenchor, die beiden Kinderkantoreien, der KiJu-Chor und der Kirchenchor stimmen unter der Leitung von Matthias Topp zum Abschlusslied "Abendstille überall" an, das gemeinsam mit den 390 Konzertbesuchern gesungen wird. - © Demokrat Ramadani
Das große Finale: Der Posaunenchor, die beiden Kinderkantoreien, der KiJu-Chor und der Kirchenchor stimmen unter der Leitung von Matthias Topp zum Abschlusslied "Abendstille überall" an, das gemeinsam mit den 390 Konzertbesuchern gesungen wird. | © Demokrat Ramadani

Oerlinghausen Sommerkonzert der Chöre

Die Chöre der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde präsentieren Liedgut und Musik zum Ausklang des Tages. Erstmals tritt eine Kleinkindergruppe auf

Demokrat Ramadani

Oerlinghausen. Vollmond, rot-blauer Abendhimmel, Sonnenuntergang, Engelsfigur, Wüstendüne, Sternenhimmel, schwarze Silhouette eines Paares vor einem orangefarbenen Horizont, Polarlichter, großer Schattenwurf, Nachtblumen mit Glühwürmchen – diese und andere Motive tauchen auf einer Leinwand neben den Sängern auf. Sie bilden eine stimmungsvolle Kulisse beim diesjährigen Sommerkonzert in der Alexanderkirche, das den Titel „. . . denn es will Abend werden" trägt. „Das Sommerkonzert soll keinen religiösen Schwerpunkt haben", erklärt Matthias Topp. Der Chorleiter ist seit zwei Jahren für die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Oerlinghausen tätig und hat die Gesamtverantwortung. „Im letzten Jahr haben wir einen skandinavischen Liederabend gestaltet und in diesem Jahr bilden Abendlieder das Oberthema", sagt Topp. Teenager sind tonsicher und stimmstark Sechs Gruppen sind es, die abwechselnd Musikstücke präsentieren und den mehr als 390 Konzertbesuchern eine Vielfalt bieten. Nachdem die älteren Kinder („Kinderkantorei II") und Jugendlichen („KiJu"-Chor) mit dem Lied „Herr, bleibe bei uns" das Konzert eröffnen, treten als „Kinderkantorei I" erstmals auch Kinder im Kindergartenalter in Begleitung von Janine Dahlmann auf. Fünf Mädchen und ein Junge singen „Der Mond ist aufgegangen" und „Bruder Jakob".Im Anschluss an die ganz Jungen folgen die ganz Erfahrenen: Der 60 Stimmen umfassende Kirchenchor singt die drei Lieder „Abendchor", „In stiller Nacht" und „Gute Nacht". Er füllt den hohen Kirchenraum mit sanften und ruhigen, aber auch mit kräftigen und prachtvollen Klängen. Im zweiten Teil des Konzertes folgen mit den Songs „Mr. Sandmann" und „Goodnight, sweetheart" jazzige und swingende Töne. Die Grundschulkinder („Kinderkantorei II") zeigen mit ihren drei Liedern „Weißt du, wie viel Sternlein stehen", „Zwei kleine Wölfe" und „La, le, lu", dass sie ebenso breit aufgestellt sind, wie die Erwachsenen. Auch der „KiJu"-Chor beweist, dass in der Gemeinde elf gute Sängerinnen und zwei gute Sänger nachwachsen. Sowohl in den beiden ruhigen Stücken „Guten Abend, gut’ Nacht" und „The lion sleeps tonight" als auch im fetzigeren Lied „Sternenhimmel" sind die Teenager tonsicher und stimmstark. Die Serenadenklänge von Mozarts „Eine kleine Nachtmusik" stößt der Posaunenchor unter der Leitung von Friedrich Hultsch aus den Blechblasinstrumenten. Wie drei Wellen breiten sie sich über den Köpfen der Zuhörer aus. Sodann greift der Dirigent auch zum Instrument und führt bei „Variation of Swing" seine Gruppe in zackige Töne und einen schnellen Rhythmus. Im zweiten Konzertteil folgen mit „Opulence" dem Namen getreu epische Klangschwaden. „Das Traummännlein" anschließend besteht aus schweren und langgezogenen Tonfolgen. Das Vokalensemble „fünfnachacht" singt „Bona nox" und „Dat du min Leevsen büst" als a capella und „May it be" in Gitarrenbegleitung. Die fünf Damen um Janine Dahlmann füllen mit ihren klaren und hellen Stimmen den Raum bis in den letzten Winkel aus. Für das große Finale „Abendstille überall" kommen alle Gruppen gemeinsam auf, während Leiter Matthias Topp dem Publikum das Vorgehen erklärt. Daraufhin erklingen die Blechblasinstrumente des Posaunenchores und die Stimmen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Topp gibt sodann dem Publikum das Zeichen und alle stimmen mit ein. Auf ein weiteres Zeichen entwickelt sich ein dreistimmiger Kanon, der auf ein letztes Zeichen in einen fulminanten Abschluss mündet und die stimmliche Fusion aus Publikum und Chören perfekt macht.

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