Oerlinghausen Jasmin Saribay leitet das neue Ehrenamtsbüro

Integration: In Oerlinghausen gibt es nun einen Ankommenstreffpunkt

Sigurd Gringel

Oerlinghausen. Jasmin Saribay hat eine neue Aufgabe. Als Jörg Düning-Gast noch Beigeordneter der Stadt war, war sie dessen engste Mitarbeiterin. Im März hat Bürgermeister Dirk Becker allerdings die Fachbereiche neu geordnet und Jasmin Saribay wurde zuständig für die Themen Ehrenamt, Senioren und Kultur. Jetzt leitet sie unter anderem das neue Ehrenamtsbüro. Ihre dortigen Tätigkeiten stellte sie den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Jugend und Sport vor. "Das Ehrenamtsbüro schlüpft so langsam aus den Kinderschuhen", sagte sie. Zunächst war Jasmin Saribay damit beschäftigt, sich einen Überblick zu verschaffen, wer in welcher Weise in Oerlinghausen überhaupt ehrenamtlich tätig ist. Nicht nur in den Agendagruppen, in Vereinen oder in der Flüchtlingshilfe. Und sie hat eine Übersichtsdatei mit den Ansprechpartnern erstellt. Ein aktuelles Projekt des Ehrenamtsbüros ist der Ankommenstreffpunkt im Bürgerhaus (ehemalige Musikschule). Der soll ein Anker für die Integration sein; Geflüchtete, Asylbewerber und anerkannte Asylanten können dort Ehrenamtliche treffen, erhalten Unterstützung oder starten gemeinsame Aktionen. Der Raum wird gerade eingerichtet, die ersten Möbel sind eingetroffen. "Wenn wir ihn jetzt noch ein bisschen hübsch machen, können wir ihn endlich beleben", sagte Jasmin Saribay. Und sie teilte mit, dass die Stadt Oerlinghausen in Kürze 35 anerkannte Asylanten aufnehmen wird. "Für die Unterbringung und die Sozialleistungen ist das Jobcenter zuständig", ergänzte Bürgermeister Dirk Becker, "aber wir wollen es dabei unterstützen." Die Anerkannten haben zunächst ein Aufenthaltsrecht für drei Jahre und werden laut neuer Wohnsitzverordnung für diesen Zeitraum einer Stadt zugewiesen. Der Kreis Lippe fördert den Ankommenstreffpunkt. 2017 wird es den ersten Ehrenamtstag geben, teilte Jasmin Saribay mit.

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