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Oerlinghausen Oerlinghausen investiert in Spielplätze

Einige Spielplätze werden kaum noch besucht und sollen aufgegeben werden. Dafür sollen an zentralen Standorten neue entstehen

Sigurd Gringel

Oerlinghausen. Die Spielplätze in der Stadt sollen neu strukturiert werden. Die Lokalpolitik hatte der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, ein Spielplatzkonzept zu erarbeiten. Das stellte Bürgermeister Dirk Becker gestern Abend den Mitgliedern des Sozial-, Jugend- und Sportausschusses vor. Vor zwei Jahren hatte die CDU einen entsprechenden Antrag formuliert. Ziel ist es, kleine Spielplätze aufzugeben und wenige größere zu erhalten, zu verbessern oder sogar neu zu schaffen. "Pro Stadtteil soll mindestens ein großer Spielplatz entstehen", sagte Dirk Becker. Momentan stehen 28 Spielplätze auf der Liste, die Stadtverwaltung schlägt vor, maximal 17 zu erhalten beziehungsweise neu zu gestalten. Fast alle derzeitigen Spielplätze seien in die Jahre gekommen. Die Spielplatzprüfer der Stadt haben keine Sicherheitsbedenken geäußert, aber die Spielgeräte bestehen zumeist aus Holz, das schon Verwitterungsspuren zeigt, sagte Sozialamtsmitarbeiter Marcel Bergtold. Es musste noch kein Spielgerät abgebaut werden, bislang haben kleinere Reparaturen oder ein neuer Anstrich ausgereicht. Dennoch sei der Zeit- und Kostenaufwand hoch. Jede Woche müssen alle Spielplätze kontrolliert werden. Dabei haben die Prüfer auch abgeschätzt, wie häufig Kinder die einzelnen Spielplätze besuchen. Diese Schätzung floss in die Standortbewertung ein. Die CDU hatte seinerzeit vorgeschlagen, nicht benötigte Flächen zu verkaufen und mit dem Erlös die neuen Spielgeräte zu kaufen. Das Geld werde nicht ausreichen, sagte Marcel Bergtold. Die Stadt müsse zusätzlich investieren, pro Spielplatz vielleicht einen fünfstelligen Betrag. Die Umgestaltung solle mehrere Jahre in Anspruch nehmen. 2017 könne mit der Südstadt gestartet werden, der Spielplatzbau wird zu 60 Prozent mit Geld aus dem Projekt "Quartier Südstadt" gefördert. Südstadt Geplant sind zwei bis drei Spielplätze. Der Platz an der Julius-Leber-Straße wird zum Spielplatz Nord, am sogenannten Heinrich-Drake-Platz soll der Spielplatz Neue Mitte entstehen. Der Spielplatz am Stukenbrocker Weg könne erhalten oder aufgegeben werden. Kernstadt In der Kernstadt sollen die Spielplätze am Breitenkamp, an der Pfarrstraße und an der an der Waldstraße erhalten bleiben. Die 450 Quadratmeter am Küsterfeld sind bereits verkauft. Den Spielplatz am Freilichtmuseum übernimmt das Museum. Am Welschenweg bleibt nur der Bolzplatz erhalten. An der Weerthstraße, neben der Heinz-Sielmann-Schule, soll ein großer Innenstadtspielplatz entstehen. Dafür könne es Fördergeld geben. Die Umstrukturierungen sollen frühestens 2018 vorgenommen werden. Helpup Nach der Umstrukturierung in der Kernstadt ist Helpup dran. "Erst, wenn die neue Sporthalle steht", sagte Marcel Bergtold. Denn an der Grundschule soll ein großer Spielplatz entstehen. Der Spielplatz an der Oststraße soll erhalten bleiben. Mit dem Motorsportclub "AMC" soll noch verhandelt werden, ob der Spielplatz am Clubhaus an der Stettiner Straße erhalten bleiben soll. Der Platz am Fliederweg wird als klassischer Spielplatz aufgegeben, dafür könne auf dem nur 250 Quadratmeter großen Areal aber ein Aufenthaltsplatz mit Bänken und einer Wippe entstehen. Dieser Platz müsse nicht ständig kontrolliert werden. Währentrup Der Spielplatz am Iberg bleibt erhalten, er wird nach der Offenlegung des Baches aber ein Stück verschoben. Lipperreihe Die Spielplätze an der Glatzer Straße und an der Hasenheide sollen erhalten bleiben, die Zukunft der Plätze am August-Prante-Weg und an der Grundschule hängt von der Entscheidung des zukünftigen Grundschulstandortes ab. Die Ausschussmitglieder nahmen die Vorstellung der Stadtverwaltung als Grundlage zur weiteren Beratung zur Kenntnis; ein Beschluss war nicht vorgesehen. Über die tatsächliche Gestaltung der Spielplätze wird noch in weiteren Ausschüssen beraten.

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