In der Universität Bielefeld: Cornelia Frank (v. l.), Andre Krause, Kai Essig, Ludwig Vogel, Thomas Schack und Manuela Grochowiak-Schmieding. - © FOTO: PRIVAT
In der Universität Bielefeld: Cornelia Frank (v. l.), Andre Krause, Kai Essig, Ludwig Vogel, Thomas Schack und Manuela Grochowiak-Schmieding. | © FOTO: PRIVAT

Oerlinghausen Hilfe für Menschen mit Behinderung

Grünen-Landtagsabgeordnete informiert sich

Birgit Guhlke

Oerlinghausen. Um die Unterstützung von Menschen mit Körper- und Lernbehinderungen bei ihrer Arbeit geht es bei dem Projekt "Adaptive Cognitive Training" an der Universität Bielefeld. Die Oerlinghauser Landtagsabgeordnete der Grünen, Manuela Grochowiak-Schmieding, ließ sich jetzt dieses Projekt erklären. Professor Thomas Schack und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft stellten ihr die Einzelheiten des Projekts vor. Ziel sei es demnach, die Betroffenen bei ihrer Arbeit, insbesondere schon während der Ausbildung, zu unterstützen, auch wenn sie hin und wieder Arbeitsabläufe durcheinanderbringen. "Da kann es passieren, dass ein Kantinenmitarbeiter zu den Gästen geht, um ihre Bestellung aufzunehmen. Wenn ihm dann aber einfällt, dass er noch Besteck sortieren muss, geht er einfach weg, ohne die Bestellung aufgenommen zu haben", sagt Sportwissenschaftler Ludwig Vogel. Er hat zusammen mit seinem Kollegen Heiko Lex eine Software entwickelt, die den Menschen hilft, in den unterschiedlichen zeitlichen Phasen ihrer Arbeit die dort anfallenden Arbeitsschritte vernünftig zu kategorisieren und zu priorisieren, um so ihre Arbeit sinnvoll verrichten zu können. Wesentliches Anliegen des Projekts sei es, "individualisierte und adaptive Technologien zu entwickeln, die das Entwicklungspotential von behinderten Menschen anregen und so zur Ausbildung und zur Integration dieser Personen in einen normalen Arbeits- und Alltagsablauf beitragen", erklärt Thomas Schack. Nach der Vorstellung in der Uni Bielefeld ging es weiter zum Kooperationspartner des Projekts in das Bildungszentrum Schopf von "Pro Werk" in Bethel. Dort wird die Software eingesetzt. Bildungszentrum-Leiter Andreas P. Marske führte die Delegation durch die Räume und erklärte das Projekt aus Sicht von Bethel. Manuela Grochowiak-Schmieding zeigte sich beeindruckt: "Soziale Inklusion bedeutet auch, Menschen mit Beeinträchtigung Wahlmöglichkeiten zu eröffnen. Dazu brauchen sie Unterstützung, wie durch dieses Projekt. Der Kooperation zwischen Universität und Bethel gebührt hohe Anerkennung."

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