Symbolfoto Festnahme - © picture alliance / dpa
Symbolfoto Festnahme | © picture alliance / dpa

Oerlinghausen Einbruchsserie in Oerlinghausen: Polizei nimmt drei Asylbewerber fest

Die drei Verdächtigen stammen aus der ZUE Oerlinghausen

Sigurd Gringel

Oerlinghausen. Die Ermittlungskommission der Polizei Lage, die sich seit einiger Zeit mit den Einbrüchen und sonstigen Taten im Raum Oerlinghausen befasst, konnte am vergangenen Donnerstag einen Erfolg verbuchen. Am Vormittag nahmen die Ermittler in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) drei aus dem Balkan stammende Männer fest, die dringend tatverdächtig sind, Einbrüche im Raum Oerlinghausen begangen zu haben. Einem der Männer waren die Beamten bereits auf der Spur, konnten ihn bislang aber nicht dingfest machen. In der ZUE erwischten ihn die Ermittler mit zwei weiteren Landsleuten. Zudem fanden die Beamten Gegenstände, die aus mindestens zwei Einbrüchen stammen. Die Männer im Alter von 20, 31 und 38 Jahren sind alle polizeilich bereits wegen Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten. Mann zeigt falschen Ausweis Während zwei von ihnen dringend tatverdächtig sind, Einbrüche begangen zu haben, ist gegen den 31-Jährigen ein Verfahren wegen Hehlerei eingeleitet worden. Einer versuchte sogar, die Polizei mit einem falschen Ausweis zu täuschen. Die Kriminalpolizei prüft derzeit, ob es Verbindungen zu anderen Einbrüchen gibt. Teile der gefundenen Beute stammen aus einem Frisiersalon und einem Wohnhaus. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sind zwei Männer dem Haftrichter vorgeführt worden und sitzen seit Freitag in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an. Am Dienstagabend, 13. Februar, laden Stadt und Polizei ab 19 Uhr zum Informationsabend ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Südstadt. Der Abend ist in erster Linie für Menschen aus der Südstadt gedacht, teilt die Stadt mit. Anwohner der Flüchtlingsunterkunft in Oerlinghausen leiden seit einem knappen Jahr unter der wachsenden Kriminalität im Ort.  Staatssekretär Andreas Bothe hatte die Stadt deshalb besucht - und mit seinen Aussagen für Fassungslosigkeit gesorgt. Später hatte er im Gespräch mit der NW von einem Missverständnis gesprochen und gesagt: "Jede Straftat ist eine zu viel".

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