Oerlinghausen Auch Mitreisende beschweren sich

Stellungnahme: TUI will Reisekosten des Horrortrips nicht erstatten

Stellungnahme: TUI will Reisekosten des Horrortrips nicht erstatten. Karin Prignitz Oerlinghausen. Bettungeziefer, Mahlzeiten, die nicht dem Standard entsprechen, Zusatzkosten und unfreundliches Flugpersonal: Wie berichtet, gestaltete sich die Rundreise von Gerhard A. (Name von der Redaktion geändert) und seiner Partnerin in Andalusien zum Horrortrip. Der Reiseveranstalter TUI hat jetzt Stellung zu den Vorwürfen genommen. Zum Bustransfer zu Beginn der Rundreise, der einen ganzen Urlaubstag kostete, äußert sich Pressesprecherin Kathrin Spichala folgendermaßen: „Es ist nachvollziehbar, dass unsere Gäste diesen mehrstündigen Transfer als unangenehm empfunden haben.“ Ein privater Transfer sei aber nicht Bestandteil der gebuchten Leistung gewesen. Bezüglich der offensichtlich durch Milbenbefall ausgelösten heftigen Hautreaktionen schreibt Kathrin Spichala, dass aus der ärztlichen Bescheinigung lediglich die Arbeitsunfähigkeit hervorgehe, nicht aber der Grund. „Wir bedauern sehr, dass dies den Urlaub unserer Gäste beeinträchtigt hat. Für die Ursachen sind aber weder wir als Reiseveranstalter noch eines der in Frage kommenden Hotels haftbar zu machen.“ Der Ursprung der allergische Reaktionen sei nicht eindeutig belegbar. Gerhard A. widerspricht: „Eine Nachfrage bei meiner Hautärztin, die ich von der Schweigepflicht entbunden habe, hätte ergeben, dass Milben die Verursacher der Hautreaktionen waren.“Es gibt eine Entschuldigung, aber kein Geld Gerhard A. und seine Partnerin hatten außerdem von unzureichenden Mahlzeiten berichtet. Dieser Service entspreche nicht den Standards der TUI-Partnerhotels, schreibt die Pressesprecherin, schränkt aber ein, „dass es speziell in Rundreisehotels aufgrund von Stoßzeiten in einzelnen Fällen vorkommen kann, dass einzelne Speisen nicht verfügbar sind oder sehr großer Andrang am Büfett herrscht“. Zum von Gerhard A. bemängelten Ausflugsprogramm verweist Kathrin Spichala darauf, dass dies kein fester Bestandteil der Rundreise gewesen sei, „sondern fakultativ zubuchbar“. So erklärten sich auch die Zusatzkosten. Ausdrücklich entschuldigt sich die TUI-Pressesprecherin für das Verhalten des Flugbegleiters auf der Rückreise. Insgesamt aber handele es sich „bei allem Verständnis für die Verärgerung der Gäste nicht um Mängel im Sinne des Reiserechts, die eine Erstattung rechtfertigen“. Gerhard A. hat mittlerweile von Mitreisenden gehört, die nach der missratenen Rundreise ebenfalls den Beschwerdeweg beschreiten wollen. Der TUI Travelstar-Reiseservice am Simonsplatz legt Wert darauf zu betonen, dass die Reise nicht dort gebucht worden ist.

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