Gemeinschaftsaktion: Michael Walde, Kalle Seithümmer, Ulrike Meusel, Ute Hansing-Held und Bauhofmitarbeiter Arnd Schidlowski (vorne v. l.) sowie Karin Justus, Stephan Held und Bauhofmitarbeiter Jürgen Wiemann (hinten v. l.) bringen die Blumenzwiebeln in die Erde. Foto: Karin Prignitz - © Karin Prignitz
Gemeinschaftsaktion: Michael Walde, Kalle Seithümmer, Ulrike Meusel, Ute Hansing-Held und Bauhofmitarbeiter Arnd Schidlowski (vorne v. l.) sowie Karin Justus, Stephan Held und Bauhofmitarbeiter Jürgen Wiemann (hinten v. l.) bringen die Blumenzwiebeln in die Erde. Foto: Karin Prignitz | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Wilde Frühblüher als Nahrungsquelle

Pflanzaktion: Die Grünen spenden der Stadt 4.000 Krokus-Zwiebeln. Sie werden zwischen Rathaus und Parkpalette erblühen

Karin Prignitz

Oerlinghausen. Die Zahl heimischer Singvögel hat drastisch abgenommen. Auch die Ergebnisse einer erst kürzlich veröffentlichten Langzeitstudie zum Insektensterben seien alarmierend, darauf verweisen die Oerlinghauser Grünen. Sie haben jetzt ein Zeichen dafür gesetzt, „dass Umweltschutz nicht nur einfach, sondern auch schön sein kann“. Die Partei hat der Stadt rund 4.000 Krokus-Zwiebeln geschenkt. Mitarbeiter des Bauhofes und sechs Vertreter der Partei haben die Frühblüher auf der Grünfläche zwischen Rathaus und der Parkpalette des Ravensberger Hauses kurz nach den Weihnachtsfeiertagen in die Erde gebracht. Wild-Krokusse seien eine wesentliche Nahrungsquelle für frühfliegende Bienen und Hummeln, darauf verweist Karin Justus. Das sei umso wichtiger, als sich der Insektenbestand in den vergangenen drei Jahrzehnten um nahezu 75 Prozent reduziert habe, „mit schwerwiegenden Folgen, denn Insekten sind nicht nur ein Garant für Artenvielfalt, sie sind auch unverzichtbar für die Bestäubung von (Obst-)Blüten und eine wichtige Futterquelle für Singvögel“, erläutert Karin Justus. Sie und ihre Mitstreiter hoffen, „dass sich viele Oerlinghauser Bürger derartiges auch für ihre eigenen Gärten vorstellen können“.

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