Diese private Aufnahme zeigt den qualmenden Bus, der dennoch weiterfuhr. - © FOTO: PRIVAT
Diese private Aufnahme zeigt den qualmenden Bus, der dennoch weiterfuhr. | © FOTO: PRIVAT

Leopoldshöhe Fahrer fährt in Asemissen mit qualmendem Bus weiter

Schulkinder berichten von Übelkeit und Atemproblemen

Leopoldshöhe-Asemissen. Zwischenfall am Bahnhof in Asemissen: Ein für den Busverkehr Ostwestfalen-Lippe (BVO) tätiger Busfahrer eines Subunternehmens hat Schulkinder transportiert, obwohl der Bus sichtbar qualmte.

Andreas Kassen wohnt in der Nähe des Bahnhofs. Gegen 7 Uhr am Mittwoch beobachtete der selbstständige Unternehmer die Rauchentwicklung und sah, wie sich der vollbesetzte Bus ungeachtet dessen in Bewegung setzte. Kassen fuhr hinterher und bat den Fahrer, die Fahrt nicht fortzusetzen, was dieser dennoch tat.

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Mitfahrende Schüler berichten, dass Qualm auch in den Innenraum des Busses drang und der Fahrer sie schließlich am Leopoldshöher Marktplatz vor die Wahl gestellt habe, weiterzufahren oder aber auszusteigen.

Übelkeit, Kopfschmerzen und Atemprobleme

Eine Reihe von Schülern stieg aus und ging zu Fuß zur Schule. Einige Kinder klagten nach Auskunft der Eltern später über Übelkeit, Kopfschmerzen und Atemprobleme. Marion Stanoschecks Sohn gehörte dazu: "Er war nicht der einzige, der von der Schule abgeholt werden musste", berichtet die Mutter. Andreas Kassen will unterdessen von einem anderen Fahrgast erfahren haben, dass der Bus bereits zwei Tage vor dem Zwischenfall Probleme gehabt haben soll.

Bernd Schulze-Waltrup hätte sich eine sofortige Rückmeldung gewünscht. Der Verkehrsplaner der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) betont, dass das Verhalten des Fahrers nicht in Ordnung gewesen sei, und verweist auf die vertraglich verankerte Möglichkeit der Sanktionierung. "Die hat es früher nicht gegeben." Schulze-Waltrup spricht von einem bedauerlichen Einzelfall. "Im Regelverkehr laufen Tausende von Fahrten einwandfrei", betont der KVG-Mitarbeiter.

Nach ersten Einschätzungen sei am Bus eine Zylinderkopfdichtung defekt gewesen. Bernd Schulze-Waltrup betont, dass die Busse regelmäßig untersucht werden. Der Verkehrsplaner verweist noch einmal auf "einen verlässlichen Takt und vernünftige Anschlussverbindungen, die es vor dem Fahrplanwechsel nicht gegeben hat". Der Subunternehmer habe zwar seinen Originalsitz in Hannover, aber auch einen Betriebshof in Bielefeld und fahre nur in diesem Gebiet, sagte Schulze-Watrup.

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