Leopoldshöhe Bau der Mennoniten hat neue Chance

Flächentausch könnte Seniorenwohnheim ermöglichen

Leopoldshöhe. Die Mennoniten-Gemeinde Bechterdissen möchte weiterhin eine Seniorenwohnanlage "Im Schmeltebruch" bauen. Nach mehreren Anläufen zeichnet sich nun eine Lösung zur Realisierung des Projektes ab.

Wie weitere Gespräche der Gemeinde mit der Bezirksregierung ergaben, könnte die Wohnanlage gebaut werden, wenn das dafür notwendige Grundstück im Flächennutzungsplan (FNP) als "Fläche für Gemeinbedarf" dargestellt würde. Dafür müsste die Gemeinde im Gegenzug an anderer Stelle eine solche Fläche zurücknehmen. An der Straße "Im Bobes Feld" wäre dies möglich. Neben dem Kindergarten ist eine Fläche für Gemeinbedarf im FNP und im Bebauungsplan "Krähenholz" ausgewiesen. Unter anderem war sie einmal für den Bau eines Bürgerhauses vorgesehen. Stimmt die Politik dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Flächentausch zu, würde man eine neue landesplanerische Anfrage zur Genehmigung der FNP-Änderung an die Bezirksregierung stellen. Gibt diese ihr Placet, müsste der Bebauungsplan "Krähenholz" ebenfalls angepasst werden.

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Der Hochbau- und Planungsausschuss hat die Beschlussfassung in seiner jüngsten Sitzung vertagt. Der Rat wird nun über die FNP-Änderungen in den Bereichen "Bobes Feld" und "Im Schmeltebruch" sowie über die Aufstellung eines Bebauungsplanes "Im Schmeltebruch" entscheiden.
Die Frage von Gerhard Pankoke (CDU), ob die Gemeinde durch den Flächentausch finanzielle Einbußen hinnehmen müsste, verneinte Fachbereichsleiter Hermann Oortman. Das im Landschaftsschutzgebiet liegende Grundstück, auf dem die Mennoniten eine Seniorenwohnanlage bauen wollen, sei als Ackerland bewertet.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Hachmeister sprach sich gegen den Flächentausch aus und stellte in Frage, ob der überhaupt rechtens sei. Die Grünen hätten einen Anwalt beauftragt, dies zu prüfen. Wenn die Gemeinde die Baufläche in "Bobes Feld" zurücknehme, vergebe sie städtebaulich eine Chance. "Dort war mal ein Bürgerhaus angedacht. Wir kriegen Probleme, wenn die Festhalle fällt." Im Bebauungsplangebiet Waldstraße sei eine Fläche für eine Sport- beziehungsweise Mehrzweckhalle freigehalten, erinnerte dagegen Andreas Brinkmann (SPD). Außerdem blieben in "Bobes Feld" noch mehr als 1.000 Quadratmeter übrig, argumentierte er.

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