Vereint: Ursel Winkelgrund, Christiane Engelns und Gisela Biallas gehören zu den Frauen der ersten Stunde der Kita Spatzennest, die ihr 45-jähriges Bestehen feierte. Hinter ihnen steht die derzeitige Leiterin der Einrichtung Elke Schlepphorst. Foto: Thomas Dohna - © Thomas Dohna
Vereint: Ursel Winkelgrund, Christiane Engelns und Gisela Biallas gehören zu den Frauen der ersten Stunde der Kita Spatzennest, die ihr 45-jähriges Bestehen feierte. Hinter ihnen steht die derzeitige Leiterin der Einrichtung Elke Schlepphorst. Foto: Thomas Dohna | © Thomas Dohna

Spatzennest wird 45 Jahre alt

Fortschritt: In der Kindertagesstätte am Starenweg feiern Eltern, Erzieherinnen, Gemeinde und Kinder die Gründung der ersten Kindertagesstätte Leopoldshöhes

Thomas Dohna

Leopoldshöhe Leopoldshöhe. Mit 90 Kindern in drei Gruppen begann die Kindertagesstätte Spatzennest vor 45 Jahren als erster Kindergarten in Leopoldshöhe ihre Arbeit. Jetzt feierte das Familienzentrum dieses Ereignis mit einem Sommerfest. Die heute 85-jährige Gisela Biallas kann sich noch genau erinnern, wie die ersten Wochen in der neuen Einrichtung abliefen. Es habe kaum Fachkräfte gegeben. Kinder und Eltern seien unvorbereitet gewesen, Einrichtungsgegenstände hätten gefehlt. Ihre Nachfolgerin Ursel Winkelgrund war noch im Anerkennungsjahr. Nach einem Jahr gab Gisela Biallas die Leitung an Ursel Winkelgrund ab. Sie führte die Einrichtung fünf Jahre, hörte dann wegen ihrer Kinder auf zu arbeiten und Elke Schlepphorst übernahm die Leitung der Tagesstätte. Sie ist nun seit 35 Jahren dabei. Zunächst durften nur Kinder aus Asemissen, Bechterdissen und Greste den Kindergarten besuchen. 30 bis 35 Mark pro Monat kostete der Beitrag für das erste Kind einer Familie. Die Tagesstätte entwickelte sich von Jahr zu Jahr weiter. 1991 kamen neue Gruppennebenräume hinzu. 13 Jahre nach der Gründung bekam der Kindergarten seinen heutigen Namen Spatzennest. 1999 kam die Hortgruppe dazu und ein Förderverein wurde gegründet. Die Kita wurde 2008 zum Familienzentrum und zum Haus der kleinen Forscher. 2009 nahm das Spatzennest erstmals Kinder unter drei Jahren auf. Seit 2014 dürfen die Kinder in einem Kinderparlament mitentscheiden. Zum 45. Jahrestag spendete der Förderverein einen Snoezelenraum, einen Raum, in dem Kinder in einer ruhigen Atmosphäre zur Ruhe kommen können. Der Schmetterlings- und der Ponygruppe bezahlt der Förderverein eine Busfahrt zum Weihnachtsmärchen und der Mäusegruppe, den kleinen in der Kita, eine Überraschung. Zurzeit besuchen 58 Kinder unter und über drei Jahren die Einrichtung. 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen sie. Darunter sind Mitarbeiter, die einst selbst als Kinder die Tagesstätte besucht haben, wie Elke Schlepphorst erzählt. Für das Fest hatten Eltern und Mitarbeiter ein umfangreiches Programm ausgearbeitet. Bürgermeister Gerhard Schemmel kam zum Gratulieren. Mit-Mach-Musik aus dem Koffer gab es, Seifenblasen, einen Baustellen-Parcours, eine Zeitreise und ein Kunstprojekt. Zu Gast war „Lieselotte Quetschkommode“. Die Künstlerin Astrid Hauke bot mitreißende Live-Musik und Clownerie.

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