Der Plan liegt vor: Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Kerker soll gebaut werden. Um die verschiedenen Interessen in Einklang bringen zu können, legt die Gemeinde einen Bebauungsplan auf. Der Entwurf dazu wird in der morgigen Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses vorgelegt und besprochen. Foto: Thomas Dohna - © Thomas Dohna
Der Plan liegt vor: Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Kerker soll gebaut werden. Um die verschiedenen Interessen in Einklang bringen zu können, legt die Gemeinde einen Bebauungsplan auf. Der Entwurf dazu wird in der morgigen Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses vorgelegt und besprochen. Foto: Thomas Dohna | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Debatten über ein Sahnestück

Gewerbefläche: Der Entwurf eines Bebauungsplans für das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Kerker liegt vor. Morgen berät der Fachausschuss darüber. Danach können sich die Bürger dazu äußern

Thomas Dohna

Leopoldshöhe. Die Bauverwaltung der Gemeinde hat für das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Kerker und die umliegenden Grundstücke einen Bebauungsplan erarbeitet. In der morgigen Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses soll er beraten werden. Die Grenze des Bebauungsplans läuft entlang des Schuckenteichweges, der Hauptstraße, der Neuen Straße, der Askampstraße und zurück zum Schuckenteichweg. Die Mitglieder des Hochbau- und Planungsausschuss beschlossen in ihrer Sitzung im Mai 2017 die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 06/07 „Zentrum-Süd“. Der Gemeinderat beschloss anschließend eine Veränderungssperre. Für mehrere Bauvorhaben in dem Bereich liegen nach Angaben der Verwaltung Bauanträge vor. Neben anderem soll eine Gewerbehalle mit Büroanbau und ein Mehrfamilienhaus errichtet werden. Gebaut wird zurzeit eine Kfz-Werkstatt. Außerdem liegen im Gebiet ein Sägewerk und etliche Wohnhäuser. Ziel des Bebauungsplans soll daher sein, die verschiedenen Interessen miteinander in Einklang zu bringen. Unter anderem geht es um die Erschließung des Geländes und um den Lärmschutz. Außerdem will die Gemeinde gestalterische Aspekte mit Blick auf den Ortseingang in den Plan einbringen. Es gibt zwei Vorschläge für Zufahrten auf das Gelände In der Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses werden zwei Varianten des Planes vorgestellt, die sich vor allem in der Erschließung des Geländes unterscheiden: Die Zufahrt von der Hauptstraße aus liegt in einem Entwurf einige Meter nördlicher als im anderen. Die Planer haben die mögliche Lärmentwicklung auf dem Gelände berücksichtigt, was unter anderem in einer Emissionsschutzfläche einfließt, eine Fläche, auf der nicht gebaut werden darf. Im Bebauungsplanverfahren haben Bürger und Behörden zwei Mal die Möglichkeit, sich zum Plan zu äußern. Die Stellungnahmen werden miteinander und dem Planvorhaben abgewogen. Außerdem bleibt nach Angaben der Verwaltung Spielraum für weitere Planungsüberlegungen. Im weiteren Verfahren werden noch die Erarbeitung eines Umweltberichtes und die Aktualisierung eines Immissionsschutzgutachtens notwendig, heißt es in den Unterlagen der Verwaltung. Die vom Rat beschlossene Veränderungssperre ist rechtskräftig und gilt für zunächst zwei Jahre. Dennoch können Bauvorhaben, die der Planung nicht entgegenstehen, genehmigt werden. ´?Die Sitzung des Hochbau- und Planungsausschusses beginnt am Donnerstag, 7. September, um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses am Kirchweg.

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