Leopoldshöhe Ausbau des Kastanienwegs verschoben

Anliegerbeiträge: Die Herstellung der Straße ist seit 2013 geplant. Das kann für die Anwohner aufgrund der großen Grundstücke teuer werden

Thomas Dohna

Leopoldshöhe. Bürgermeister Gerhard Schemmel hat bei der Beratung um den Ausbau des südlichen Kastanienweges um Vertagung gebeten. Dieser Bereich soll, anders als die anderen im Ausschuss für Straßen, Plätze und Verkehr diskutierten Straßen, das erste Mal ausgebaut werden. In einer früheren Sitzung des Ausschusses hatte Schemmel aus einer Anliegerversammlung berichtet. Die Anwohner hätten sich von den Ausbauplänen überrascht gezeigt. Sie hätten Unverständnis geäußert. Der Ausbau der Straße stehe seit 2013 im Haushalt und sei seitdem immer wieder verschoben worden. Darauf habe die Verwaltung die Anlieger hingewiesen. Die Verschiebungen seien Grund für inzwischen angefallenen Kostensteigerungen. Der südliche Kastanienweg sei nur einseitig bebaut und habe den Charakter einer Sackgasse. Die Grundstücke seien teilweise sehr groß, was hohe Beiträge und Belastungen für die Anwohner zur Folge haben würde. Das alles trug Schemmel auch in der jüngsten Sitzung vor. Die einst angestellte Überlegung, die Straße in eine Privatstraße umzuwandeln, hätten die Anwohner wegen der damit verbundenen Risiken verworfen. Ein Hinweis aus der Nachbarschaft auf ein Verwaltungsgerichtsurteil, das sich mit der Abrechnung derartiger Baumaßnahmen befasst, ist nach Angaben Schemmels der Grund für die abermalige Verschiebung des Tagesordnungspunktes. Erst solle das Urteil gründlich geprüft werden, bevor der Rat sich wieder mit dem Ausbau des Kastanienweges befasst, sagte Schemmel.

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