Leopoldshöhe Diskussion um Linde an der Schulstraße

Antrag: Ein Anwohner wünscht sich, dass ein Baum gefällt wird. Die Politiker sind sich uneins

Thomas Dohna

Leopoldshöhe. Die großen, hohen Linden an der Schulstraße sind ein ständiges Thema im zuständigen Ausschuss. Ein Anwohner hat jetzt einen Antrag gestellt. Er möchte, dass eine weitere Linde an der Schulstraße gefällt wird. Die Wurzeln des Baumes würden das Pflaster seiner Grundstückseinfahrt anheben. Die Grundstückseinfahrt soll demnach in der nächsten Zeit erneuert werden. Dabei müssten die Wurzeln der Linde entfernt werden, um ein weiteres Anheben des Pflasters zu verhindern, schreibt der Antragsteller. In der Ausschusssitzung löste der Antrag eine Diskussion aus. Wie schon die Verwaltung in ihrer Vorlage, verweisen Mitglieder des Ausschusses auf die zwei bereits aus ähnlichen Gründen gefällten Linden. Konrad Schulz (CDU) meinte mit Verweis auf eine Besichtigung der Stelle durch Ausschussmitglieder, dass die Linde nicht zu retten sei. Jürgen Hachmeister (Grüne) hielt die Linde für erhaltenswürdig, auch wenn die Einfahrt neu gepflastert werden müsse. Wenn die Gemeinde anfange, die Bäume an der Schulstraße zu entfernen, sei die Allee dort bald vernichtet. Manfred Burkamp (SPD) befürchtete angesichts der beiden schon gefällten Linden einen Dominoeffekt. Herrmann Graf von der Schulenburg (FDP) sagte, wenn der Baum gefährde müsse er weg. Die gefällten Bäume müssten aber durch eine Sorte ersetzt werden, die hierher passe. Gerd Niemann meinte: "Wir sollten uns das höllisch überlegen." Die Allee sehe im Sommer schön aus. Es sei eine üble Sache für die Anlieger, aber überschaubar. Der Ausschussvorsitzende Siegfried Habicht verwies den Antrag mit Zustimmung der Ausschussmitglieder in die Fraktionen.

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