Blick aufs Gewölbe: Küster Eckart Wedemann sitzt auf dem Gang auf dem Gewölbe.der Kirche Leopoldshöhe. Unter ihm sind die Bretter der Verschalung und die neu.eingezogenen Stahlkreuze zu erkennen. Der mit Beton gefüllte Eimer vorn ist ein.Gegengewicht zu einem der Kronleuchter in der Kirche. - © Thomas Dohna
Blick aufs Gewölbe: Küster Eckart Wedemann sitzt auf dem Gang auf dem Gewölbe.der Kirche Leopoldshöhe. Unter ihm sind die Bretter der Verschalung und die neu.eingezogenen Stahlkreuze zu erkennen. Der mit Beton gefüllte Eimer vorn ist ein.Gegengewicht zu einem der Kronleuchter in der Kirche. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Dachstuhl ist wieder wurmfrei

Renovierung: Die Arbeiten am Gotteshaus der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde am Marktplatz in Leopoldshöhe gehen gut voran

Thomas Dohna

Leopoldshöhe. Seit Monaten lässt die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde das Dach der Kirche Leopoldshöhe am Marktplatz erneuern. Inzwischen sind die Arbeiten zur Stabilisierung des Dachstuhles abgeschlossen. In Teilen des Dachstuhls der 1851 fertiggestellten Kirche hatten sich Holzwurm und Nagelbohrer eingenistet und das Gebälk an manchen Stellen des schon vor etwa 80 Jahre bereits damals verstärkten Dachstuhls geschwächt. Ein Zimmermann überprüfte das Gebälk und schlug vor, einige Hölzer zu ersetzen. Die Kirchengemeinde beauftragte daraufhin den Ingenieur Heinrich Adriaans mit einer genauen Untersuchung des Dachstuhles. Er stellte erhebliche Schäden fest. Eine Menge Verbindungen zwischen Balken und Streben hatten sich mit der Zeit gelockert. Inzwischen haben die Zimmerleute die Verstärkungen angebracht, die Verbindungen wieder befestigt und stählerne Kreuze eingebaut. Nach Abschluss der Sanierung des Dachstuhls wird nun das Gewölbe der Kirche gedämmt. Die Handwerker seien dabei, die Gewölbe von oben einzuschalen, sagt der Küster der Kirchengemeinde, Eckart Wedemann. In die Schalung sollen Flocken aus Zellulose geblasen werden. Mit der Dämmung sollen auch die ständig neu auftretenden schwarzen Streifen im Innenraum der Kirche der Vergangenheit angehören. Das Gewölbe der Kirche besteht aus knapp zehn Zentimetern Lehm. Sobald die Kirche im Winter beheizt wird, bildet sich am Gewölbe Tauwasser. Darin fängt sich der Ruß der Kerzen und anderer Schmutz. Mit der Zeit entstehen schwarze Flecken und Streifen. Der natürliche Dämmstoff verlagert nach Angaben der Fachleute den Taupunkt in den Raum über dem Gewölbe. Der Dämmstoff Zellulose kann selbst die aufsteigende Feuchtigkeit aufnehmen nach außen abgeben. Damit würden die hässlichen Feuchteschäden verhindert.

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