Lackieren ist ihr Geschäft: Stephan Meyer (links), bei FMO für die Produktion zuständig, und Vertriebsleiter Daniel Fest führen die Roboterlackieranlage vor, die Produkte aus der Auto-, Elekronik- oder Möbelindustrie lackiert und veredelt. Im Laufe dieses Jahres will die Leopoldshöher Firma einen Standort in Lieme eröffnen. - © FOTO: SIBYLLE KEMNA
Lackieren ist ihr Geschäft: Stephan Meyer (links), bei FMO für die Produktion zuständig, und Vertriebsleiter Daniel Fest führen die Roboterlackieranlage vor, die Produkte aus der Auto-, Elekronik- oder Möbelindustrie lackiert und veredelt. Im Laufe dieses Jahres will die Leopoldshöher Firma einen Standort in Lieme eröffnen. | © FOTO: SIBYLLE KEMNA

Leopoldshöhe/Lieme Firma investiert Millionen

Unternehmen aus Leopoldshöhe braucht Platz und plant eine Produktionsanlage in Lieme

Jens Rademacher

Leopoldshöhe / Lieme. Die Firma FMO will wachsen. Weil das am Unternehmenssitz in Leopoldshöhe nicht mehr möglich ist, hat sie im Industriegebiet Lieme ein Grundstück gekauft und will dort rund zwei Millionen Euro investieren. Die Auftragslage sei „sehr gut“, sagt Hans-Jürgen Fest, der als Geschäftsführer zusammen mit Bernhard Meyer die Geschicke der Firma FMO leitet. Erst kürzlich habe sein Unternehmen einen weiteren Auftrag für Oberflächenveredelung aus der Elektronikindustrie bekommen. Folge der vollen Auftragsbücher: „Wir brauchen mehr Kapazitäten.“ Also gingen Fest und Meyer auf die Suche nach Flächen – und wurden am Hengstfeld in Lieme fündig. „Wir wollen in Lemgo eine Produktionserweiterung vornehmen und haben das Grundstück auf Zuwachs gekauft“, sagt Fest. Auf dem 6.000-Quadratmeter-Areal, das FMO von der Stadt erworben hat, wolle die Firma eine zusätzliche Fertigung aufbauen und in der Größenordnung von zwei Millionen Euro in Anlagen und Gebäude investieren. Nach seinen Angaben entstehen dann auch etwa zehn neue Arbeitsplätze. Zunächst wolle FMO seine Standorte in Leopoldshöhe nicht aufgeben, sagt Fest. In vier bis fünf Jahren sei ein Komplett-Umzug aber möglich – die Firma könne sich vorstellen, auf der neuen Fläche eine weitere Fertigung aufzubauen. Für den Standort Lieme habe die gute Verkehrsanbindung über die Ostwestfalenstraße gesprochen. Wobei für FMO nach seinen Worten auch eine Erweiterung in Leopoldshöhe in Frage gekommen wäre. Das sei aber an mangelnden Gewerbeflächen gescheitert. 15 Mitarbeiter sollen mit nach Lemgo kommen. Bei der Expansion drängt die Zeit: Das Unternehmen hat nach Angaben von Hans-Jürgen Fest das „ehrgeizige Ziel“, den Bau am Hengstfeld schon im September oder Oktober dieses Jahres fertigzustellen. Baubeginn soll bereits in vier Monaten sein. „Es muss schnell gehen.“ Ähnlich schnell wie die Entwicklung der jungen Firma in den 15 Jahren ihres Bestehens: „Im Jahr 2000 haben wir mit vier Mitarbeitern angefangen“, sagt Fest. In den vergangenen Jahren habe es dann ein rasantes Wachstum mit zweistelligen Zusatzraten gegeben. Fest führt die gute Entwicklung darauf zurück, dass FMO ein „Full-Service-Unternehmen“ sei: Man könne vom Lackieren bis zum Bedrucken alles aus einer Hand bieten. Das sei vorteilhaft für die Kunden aus der Industrie, bei denen es immer mehr auf den Faktor Zeit ankomme.

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