Frankreich: An der Felix-Fechenbach-Gesamtschule wird der Jahrestag der Unterzeichnung des sogenannten Élysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich mit einem Deutsch-französischen Tag begangen. Foto: Thomas Dohna - © Thomas Dohna
Frankreich: An der Felix-Fechenbach-Gesamtschule wird der Jahrestag der Unterzeichnung des sogenannten Élysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich mit einem Deutsch-französischen Tag begangen. Foto: Thomas Dohna | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Feier für die Freundschaft

Jubiläum: Die Gesamtschule begeht den Jahrestag der deutsch-französischen Freundschaft mit französischem Essen und Informationen zur französischen Sprache

Thomas Dohna

Die Gesamtschule begeht den Jahrestag der deutsch-französischen Freundschaft mit französischem Essen und Informationen zur französischen Sprache. Leopoldshöhe. Romina findet die französische Sprache schön. Jana möchte etwas Neues lernen, Michelle interessiert sich für die Sprache des westlichen Nachbarn, weil man sie gut lernen könne. Die drei Mädchen aus dem fünften Jahrgang der Felix-Fechenbach-Gesamtschule haben sich zusammen mit Julien Lesieur vom France-Mobil mit Frankreich und seiner Sprache auseinandergesetzt. Grund ist der Jahrestag des Élysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und der damalige französische Staatspräsiden Charles de Gaulle den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit. Damit setzten die beiden Politiker einen Schlusspunkt unter viele verlustreiche Kriege und die damals so genannte Erbfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland. Mit dem Vertrag verpflichteten sich die Länder zum Austausch in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Eine gewünschte Folge war die Einrichtung von Partnerschaften zwischen Kommunen und Schulen. So gibt es eine lebendige Beziehung zwischen Leopoldshöhe und dem kleinen Ort St. Gaultier in Frankreich. Die große Politik von Adenauer und de Gaulle ist im Schulalltag angekommen An der FFG wird der Tag des Vertragsschlusses seit vielen Jahren mit viel „Frankreich“ gefeiert. Die Mensa beteiligt sich mit französischen Speisen. Jedes zweite Jahr gibt es in der Pausenhalle den großen Aufschlag mit Ständen und Aktionen. In den Jahren dazwischen, wie in diesem Jahr, muss weniger reichen. Julien Lesieur war mit den France-Mobil da. Das ist eine Einrichtung des Institut Francais, des französischen Pendents zum Goethe-Institut. Junge Lektoren reisen durch Deutschland und stellen Frankreich und die französische Sprache an Schulen vor. Der studierte Kulturmanager unterhielt sich mit den Schülerinnen und Schülern auf Französisch und Deutsch. Die waren begeistert. Romina sagte: „Ich mag Paris und Frankreich. Wenn ich die Sprache kann, kann ich da auch einmal hinfahren.“ Jana macht es Freude, etwas Neues zu lernen. Außerdem kommt sie aus einer Familie, in der jeder Erwachsene eine andere Fremdsprache sprechen kann. „Das möchte ich auch können“, sagt sie. Michelle mag den Klang des Französischen. Und sie findet, im Gegensatz zu vielen anderen, dass sich die französische Sprache gut lernen lässt. Karen Nonte hat als Lehrerin die beiden Tage organisiert. Sie möchte gegen den Ruf anarbeiten, dass Französisch eine schwere Sprache sein soll. Sie selbst mag wie Michelle den Klang und das Land. Die FFG biete ihren Schülern mehrfach die Möglichkeit, an Fahrten nach Frankreich teilzunehmen. Da ist die große Politik von Adenauer und de Gaulle im Leopoldshöher Schulalltag angekommen.

realisiert durch evolver group