Pralinen zu Weihnachtszeit: Kursleiterin Gabriele Konrad (l.) assistiert Elke Wißmann beim Befüllen der Schoko-Hohlkörper. - © Foto: Tim Albert
Pralinen zu Weihnachtszeit: Kursleiterin Gabriele Konrad (l.) assistiert Elke Wißmann beim Befüllen der Schoko-Hohlkörper. | © Foto: Tim Albert

Leopoldshöhe Schokoträume werden wahr

Gabriele Konrad bringt den Kursteilnehmern bei, wie sie eine eigene Ganache für Pralinen herstellen. Alles steht und fällt mir der richtigen Temperatur

Tim Albert

Leopoldshöhe. Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der selbst gemachten Plätzchen, Stollen und Pralinen. Wie man Letztere ganz einfach selbst herstellt, das hat Dozentin Gabriele Konrad jetzt bei einem Kursus der Volkshochschule Lippe-West erklärt. Insbesondere lernten die zehn Teilnehmer, wie man die Füllung einer Praline - die sogenannte Ganache - selbst machen kann. Dafür hatte Gabriele Konrad zwei Rezepte vorbereitet: eines passend zur Weihnachtszeit mit Zutaten wie Vanille, Nelke und Zimt sowie eine weitere fruchtige Variante mit Himbeeren. »Bei höheren Temperaturen sind die Pralinen hinüber« "Für die Herstellung einer Ganache ist ein bisschen Feingefühl notwendig", sagte die Kursleiterin. Das Schmelzen der Kuvertüre oder die Herstellung des Himbeermarks beispielsweise durfte bei maximal 45 Grad erfolgen. Waren alle Zutaten erst einmal miteinander vermischt, stand eine kurze Wartezeit auf dem Programm. Denn: Die Ganache darf nur bei maximal 29 Grad in einen der vorgefertigten, schokoladenen Hohlkörper gefüllt werden. "Bei höheren Temperaturen schmelzen diese und die Praline ist hinüber", erklärte Gabriele Konrad. Deshalb sei auch ein Thermometer bei der Herstellung fast schon Pflicht. Und die Teilnehmer hatten sichtlich Spaß am Herstellen ihrer eigenen Ganache. Für manche von ihnen ist es nicht der erste Kursus gewesen. Alexandra Zachert hatte bereits an einem Backkursus für Plätzchen teilgenommen. "Jetzt wollte ich unbedingt auch Pralinen machen", sagte sie. Teilnehmerin Renate Ladwig war das erste Mal dabei. "Ich habe in der Zeitung von dem Angebot gelesen und wollte es einfach einmal ausprobieren", sagte sie. Und: Es mache wirklich Spaß. Nachdem die Ganache auf die erforderlichen 29 Grad abgekühlt war, wurde sie mit einem Spritzbeutel in die Hohlkörper gefüllt. Damit auch alle Pralinen gleichmäßig befüllt wurden, war dabei Geschick gefragt. Noch zu Beginn bekam die ein oder andere Praline etwas wenig Ganache ab - zum Ende hin wurde das Befüllen von den Teilnehmern aber immer besser umgesetzt. Im Anschluss ging es dann an die Dekoration. Dabei konnten die Pralinenhersteller zwischen verschiedenen Zutaten wählen: Weiße Schokolade, getrocknete Erdbeeren oder Marzipan standen unter anderem zur Auswahl und landeten nach und nach auf den süßen Leckereien. Und: Wer erneut sein Können unter Beweis stellen wollte, der durfte aus der Kuvertüre noch weitere Sterne ausstechen. Etwa 30 Pralinen hatte jeder der zehn Teilnehmer am Ende der Veranstaltung hergestellt - ob mit oder ohne Alkohol, das blieb jedem selbst überlassen. Und bei einigen stand auch die Verwendung schon fest. "Einige Freunde haben schon gesagt, dass sie sich über Pralinen freuen würden", verriet Alexandra Zachert. Um die Pralinen zu Hause noch einmal auszuprobieren, durften die Teilnehmer auch die Rezepte behalten. Eine tolle Erfahrung ist der Kursus für die Teilnehmer allemal gewesen. "Hier konnte man zur Abwechslung mit Zutaten arbeiten, die nicht jeder zu Hause hat", meinte etwa Jens Grabe abschließend.

realisiert durch evolver group