Lemgo Jäger aus Lemgo muss 15 Gewehre abgeben

Verwaltungsgericht Minden lehnt Klage gegen Entzug von Besitzkarten ab

Lemgoer muss

15 Gewehre abgeben - © Lemgo
Lemgoer muss
15 Gewehre abgeben | © Lemgo

Lemgo/Minden. Ein Lemgoer verliert fünf Waffenbesitzkarten und muss sich demzufolge unter anderem von 15 Gewehren trennen, die dort eingetragen sind. Das ist die Folge eines Urteils des Verwaltungsgerichts (VG) Minden.

Wie VG-Vizepräsident Dr. Hans-Jürgen Korte auf Anfrage mitteilte, waren dem Lemgoer im vergangenen Mai seine fünf Waffenscheine widerrufen worden. Ein Polizist habe bei einer Routinekontrolle im Privathaus des Jägers seine insgesamt 17 Waffen in einem frei zugänglichen Holzschrank aufgefunden. Daraufhin kassierte die Kreispolizeibehörde die Erlaubnis, diese zu besitzen.

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Das wiederum wollte der Lemgoer nicht hinnehmen und klagte beim Verwaltungsgericht gegen den Widerruf seiner Waffenbesitzkarten und das Land Nordrhein-Westfalen als oberste Polizeibehörde. Vor der 8. Kammer argumentierte er, dass er die Waffen nur kurzfristig aus ihrem gesicherten Behältnis entnommen habe, um sie zu reinigen.

Dieser Begründung wollte die Kammer unter Vorsitz von Richterin Bärbel Brinkmann nicht folgen. So habe der Polizist als Zeuge vor Gericht ausgesagt, dass sich in den echten Waffenschränken zur Zeit der Kontrolle andere Dinge befunden hätten, so Richter Dr. Korte. Das Gericht teilte die Einschätzung der Polizei, dass der Lemgoer seine Waffen nicht sachgerecht aufbewahrt habe.

Der Kläger muss diese jetzt entweder unbrauchbar machen oder sie an Dritte weiter geben, die einen gültigen Waffenschein besitzen. Der Lemgoer hat noch die Möglichkeit, einen Antrag auf Zulassung zur Berufung zu stellen. Die Frist hierfür beträgt vier Wochen.

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