Ein 81-Jähriger verlor bei einem Unfall auf der B1 zwischen Horn und Schlangen die Kontrolle über sein Fahrzeug. - © Jost Wolf
Ein 81-Jähriger verlor bei einem Unfall auf der B1 zwischen Horn und Schlangen die Kontrolle über sein Fahrzeug. | © Jost Wolf

Horn-Bad Meinberg 81-Jähriger stirbt bei Unfall auf B1 zwischen Horn und Schlangen

Die Bundesstraße musste vollständig gesperrt werden

Jost Wolf

Horn-Bad Meinberg. Nach einem schweren Unfall auf der B1 in der Nähe des Waldschlößchens, ist der Eggeübergang der Bundesstraße komplett gesperrt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 11.20 Uhr. Die Sperrung sollte voraussichtlich zum späten Nachmittag aufgehoben werden. Einer der unfallbeteiligten Lastwagen hatte Gefahrgut geladen. Ein 81-Jähriger verstarb noch an der Unfallstelle. Kurz nach Überqueren der Kuppe Richtung Waldschlößchen hatte der 81-jähriger Fahrer eines Klein-Lastwagens mit Anhänger aus Delbrück nach bisherigen Ermittlungen der Polizei gesundheitliche Probleme bekommen und war deshalb in den Gegenverkehr geraten. Sein 7,5-Tonner streifte erst den Anhänger eines Sattelzugs aus Warendorf, dessen Fahrer noch geistesgegenwärtig auf die mittlere Spur ausgewichen war, um das führungslose Lkw-Gespann rechts vorbei zu lassen. Nach Kollisionen mit der Leitplanke der Gegenfahrbahn, schrammte das Gespann an einen 15-Tonner aus Bielefeld vorbei, dessen Fahrer noch gerade etwas nach links hatte ausweichen können und so den Unfallverursacher zwischen der Leitplanke und seinem Lkw einklemmte. "Das hat ihm vermutlich das Leben gerettet", sagte Polizeikommissar Peters bei der Unfallaufnahme: "Bei ein paar Zentimetern weniger Platz hätten sich die Führerhäuser getroffen." Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos Normalerweise sorge dann die abgebaute Bewegungsenergie für verheerendere Unfallfolgen mit umgekippten oder herumgeschleuderten Fahrzeugen. Für den Fahrer des unfallverursachenden Gespanns kam trotzdem jede Hilfe zu spät. Die Wiederbelebungsversuche eines Ersthelfers blieben erfolglos. Die anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Während der Delbrücker Lkw mit Kartoffeln beladen war, die aus der komplett aufgerissenen Seite auf die Fahrbahn kullerten, hatte der ebenfalls stark beschädigte Bielefelder Lkw gefährlichere Fracht an Bord: Er transportierte etwa 360 Liter 34-prozentiges Glykosol N, das als Korrosions- und Frostschutz in Kälte- und Lüftungsanlagen engesetzt wird und etwa 400 Liter hoch entzündliches reines Aceton. Eins der Acetonfässer war durch den Unfall verbogen worden, seine Seitenwand hatte aber gehalten.

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