Detmold Drei Jahre Haft für TV-Tanzlehrer aus Detmold

26-Jähriger als Betrüger verurteilt

Haftstrafe wegen Betrugs in 36 Fällen - © Detmold
Haftstrafe wegen Betrugs in 36 Fällen | © Detmold

Detmold. Das Amtsgericht hat einen 26-jährigen Tanzlehrer aus Detmold am Dienstag zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Ihm warf die Staatsanwaltschaft Betrug in 36 Fällen vor mit einem geschätzten Gesamtschaden in Höhe von über 50.000 Euro. Das Schöffengericht blieb mit dem Urteil unter der Forderung von Staatsanwältin Stefanie Kern, die aufgrund der Schadenshöhe und der einschlägigen Vorbestrafung eine Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten gefordert hatte.

Der 26-Jährige, der durch Auftritte in mehreren TV-Formaten einige Bekanntheit erlangte, soll zwischen August 2011 und Februar 2012 immer wieder Waren im Internet bestellt oder Dienstleistungen in Anspruch genommen haben, und die Rechnung schuldig geblieben sein.
Der Tanzlehrer finanzierte sich durch die Betrügereien ein luxuriöses Leben mit teuren Hotelübernachtungen in Hamburg und Berlin, kaufte sich Klamotten und bestellte teure Musiktechnik, Plakate, Flyer und Broschüren für seine geplante Eventagentur.

Das Amtsgericht hat einen 26-jährigen Tanzlehrer aus Detmold zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. - © FOTO: SEDA HAGEMANN
Das Amtsgericht hat einen 26-jährigen Tanzlehrer aus Detmold zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. | © FOTO: SEDA HAGEMANN

Vor Gericht sagte der Angeklagte, dass der plötzliche Tod seiner Schwester ihn in eine Krise gestürzt und unter anderem zu den Taten geführt hätte. Er habe außerdem seinen damaligen Lebensgefährten halten und ihm schöne Sachen ermöglichen wollen. Das Schöffengericht hob auch den Haftbefehl gegen den Angeklagten auf, sodass der 26-Jährige vor seinem Haftantritt in einigen Monaten noch seine Angelegenheiten organisieren kann.

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Sein Verteidiger Murat Baspinar sagte, dass sein Verteidigungsziel, eine mildere Haftstrafe und die Aufhebung des Haftbefehls für seinen Mandanten, aufgegangen sei. "Bis zum Strafantritt hat der Angeklagte nunmehr Zeit, sein Leben neu zu ordnen."

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