Martin Dutzmann.
Martin Dutzmann.

Detmold Pfarrstellen der Lippischen Landeskirche stark reduziert

Martin Dutzmann eröffnet Herbstsynode in Detmold

Detmold (da). Die Lippische Landeskirche hat in der Nationalpark-Debatte bewusst auf eine Positionierung verzichtet, um nicht zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen. Das sagte Landessuperintendent Martin Dutzmann am Montag zu Beginn der Herbstsynode im Landeskirchenamt in Detmold.

Gleichzeitig rief er die Vertreter beider Lager in diesem "vielfach unsachlich bis beleidigend ausgetragenen Konflikt" auf, das Ergebnis nicht als Sieg zu feiern oder als Niederlage zu verstehen. Die Landeskirche betrachte es auch deshalb als ihre Pflicht, "zum Frieden in unserer Region beizutragen". Dutzmann betonte, die Kirche fühle sich nicht für Erhalt und Vermittlung von Werten zuständig, sondern sei allein dem Gebot der Liebe zu Gott und den Menschen verpflichtet.

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Dass sich angesichts der demografischen Entwicklung – die Landeskirche verfügt noch über rund 177.000 Mitglieder – benachbarte Gemeinden einen Pfarrer teilen müssten, stehe außer Frage. Ergebnis dieses Prozesses solle es nicht sein, "dass selbstständige Gemeinden darauf verzichten, an allen Sonn- und Feiertagen Gottesdienst zu halten".

Das bis Ende dieses Jahres befristete Pfarrstellenreduzierungskonzept sei nahezu umgesetzt. Betrug die Zahl der Pfarrstellen am 1. Juni 2006 noch 104,75 so sind am Ende 2012 nur noch 82 Stellen vorhanden, auf denen Pastorinnen und Pastoren in den 69 Ortsgemeinden der Landeskirche Gottesdienst, Seelsorge und Unterricht verantworten. Es sei höchste Zeit für die Synode, sich inhaltlich mit dem Pfarrberuf auseinander zu setzen.

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