Ein guter Mix aus Kontinuität und Erneuerung: Darauf setzt Intendant Kay Metzger bei seinen Planungen für die Zukunft des Detmolder Landestheaters. - © Foto: Gerstendorf-Welle
Ein guter Mix aus Kontinuität und Erneuerung: Darauf setzt Intendant Kay Metzger bei seinen Planungen für die Zukunft des Detmolder Landestheaters. | © Foto: Gerstendorf-Welle

Detmold Kay Metzger: "Das Haus in seinem kreativen Fluss halten"

Intendant des Landestheaters hat er seinen Vertrag vorzeitig verlängert

Detmold. Seit 2005 ist Kay Metzger Intendant des Landestheaters in Detmold. Jetzt hat er seinen Vertrag bis zur Spielzeit 2018/19 verlängert. Nach der "Coppelia"-Premiere hat Metzger das Dokument unterzeichnet, das seinen Vertrag, der 2014 ausläuft, um weitere fünf Jahre verlängert. Die frühe Einigung ist der langen Vorlaufzeit geschuldet, die das Landestheater braucht.

Herr Metzger, was, denken Sie, kommt an zentralen Herausforderungen auf Sie zu?

Kay Metzger: Ein wichtiger Punkt wird die Qualitätssicherung sein. Ich denke, dass wir derzeit einen sehr guten Ensemblestand haben. Die Messlatte liegt generell derzeit hoch. Diese Güte zu bewahren oder zu steigern, wird unsere Aufgabe sein. Außerdem müssen wir versuchen, das Haus in seinem kreativen Fluss zu halten.

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Was genau meinen Sie damit?

Metzger: Wir haben viel ausprobiert: Theater im Freilichtmuseum, die Krimi-Comedy im Café Mascialino. Das sind inspirierende Projekte neben dem "Alltagsgeschäft". Und in diesem Punkt dürfen wir nicht verharren, sondern müssen uns weiterbewegen, müssen neugierig bleiben.

Zumindest im Punkt Finanzen können Sie sich durch die Zusage der Finanzierung bis 2017/18 doch entspannt zurücklehnen, oder?

Metzger: Wir haben Planungssicherheit - wenn die Jahresetats auch eng gestrickt sind. Wir müssen schon weiter solide haushalten. Und wir möchten für das Vertrauen, das unsere Gesellschafter vor Ort, aber auch die Landesregierung in uns gesetzt haben, etwas zurückgeben.

Das funktioniert sicher nicht nur durch Sparen. Wie und wo möchten Sie künftig künstlerische Akzente setzen?

Metzger:  Ein Projekt haben wir ja schon angestoßen: den Giselher-Klebe-Kompositionswettbewerb. Ziel ist es, dass wir alle zwei bis drei Jahre eine Opern-Uraufführung präsentieren können. Das ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit – und an Häusern unserer Größenordnung schon gar nicht. Parallel zum Musiktheater bringen wir dieses Jahr auch ein Schauspiel von Matthias Eckoldt zur Uraufführung, als Auftragswerk des Landestheaters.

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