Professionelle Hilfe: Lippe bietet den ersten Studiengang für Flüchtlingshelfer an. - © dpa
Professionelle Hilfe: Lippe bietet den ersten Studiengang für Flüchtlingshelfer an. | © dpa

Detmold/Bielefeld Kreis Lippe bietet bundesweit erstes Studium für Flüchtlingshelfer an

Sechsmonatiges Studium soll Asylrecht und Umgang mit Flüchtlingen lehren

Detmold/Bielefeld (epd). Als bundesweite Modellregion will der Kreis Lippe mit einem neuen Studienangebot die Betreuung und Förderung von Flüchtlingen professionalisieren. Sozialarbeiter und Flüchtlingshelfer in den Kommunen können sich ab Januar zu „Case Managern Integration“ ausbilden lassen, wie der Kreis mitteilte.

Während des sechsmonatigen Studiums werden sie mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen wie dem Asyl- und Ausländerrecht oder dem Jugendrecht und der Schulpflicht vertraut gemacht. Auch der Umgang mit traumatisierten Kindern und Erwachsenen steht auf dem Lehrplan.

Kooperationspartner sind die private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld und das Institut für den Mittelstand in Lippe. Der Kreis Lippe ist den Angaben nach Pilotregion für das bundesweit einzigartige Weiterbildungsangebot, das zukünftig überregional ausgeweitet werden könnte.

Landrat strebt zielgerichtete Förderung an

Ziel ist es, die Flüchtlingshelfer so auszubilden, dass sie Asylsuchende bestmöglich fördern können. Darüber hinaus soll das Studium dazu beitragen, dass Angebote und Hilfen für Flüchtlinge in der Region besser vernetzt und vereinheitlicht werden.

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen stehe derzeit in den Kommunen die Erstversorgung mit den elementaren Grundbedürfnissen Unterkunft und Verpflegung im Vordergrund, sagte der lippische Landrat Friedel Heuwinkel (CDU). Das funktioniere in der Region gut. „Aber mittelfristig müssen wir überlegen, wie wir Unterstützungsleistungen effektiv koordinieren, um jeden einzelnen Flüchtling zielgerichtet fördern zu können.“

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