Ein Wohnhaus in Steinheim (Kreis Höxter). - © ARCHIVFOTO: DAVID SCHELLENBERG
Ein Wohnhaus in Steinheim (Kreis Höxter). | © ARCHIVFOTO: DAVID SCHELLENBERG

Steinheim Bluttat in Steinheim: Anklage lautet auf Mord

Junger Blomberger steht ab Freitag in Paderborn vor Gericht

Blomberg/Paderborn (sb). Vor dem Paderborner Landgericht beginnt am Freitag um 9 Uhr der Mordprozess gegen einen Blomberger. Aus Eifersucht, Hass und Wut soll Benjamin R. seine 24-jährige Ex-Freundin im Mai erstochen haben.

Das Gericht hat insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt: neben dem 9. auch den 13. und 22. November: "Es sollen zahlreiche Zeugen gehört werden, um dem Angeklagten die Tat nachzuweisen und sein Verhältnis zum Opfer zu klären", sagte ein Gerichtssprecher. Benjamin R. habe in verschiedenen Vernehmungen widersprüchliche Angaben gemacht. Unter anderem habe er auch erklärt, dass er sich an den Tatabend nicht erinnere. Die Tat gestanden habe er bislang nicht.

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Oberstaatsanwalt Horst Rürup zufolge hat der junge Mann die Tat aus niederen Beweggründen begangen. Er habe mit Juliane V. wieder zusammenkommen wollen, sie aber habe den Kontakt endgültig abbrechen wollen. Aus Hass und Wut darüber habe er geplant, sie zu töten.

In der Nacht auf den 19. Mai soll er in ihre Wohnung nach Steinheim gefahren sein, in die die gebürtige Wöbbelerin erst wenige Monate zuvor gezogen war. Danach habe er sie brutal zusammengeschlagen - ein Nasenbeinbruch und eine gebrochene Rippe zeugen davon - und ihr schließlich mit einem Messer in den Hals gestochen. Später soll er laut Anklage sogar noch 100 Euro mit ihrer EC-Karte abgeholt haben.

Tags darauf fuhr der Angeklagte mit einem Freund von Blomberg nach Steinheim - unter dem Vorwand, sich Sorgen um Juliane V. zu machen. Die Männer fanden die Leiche und alarmierten die Polizei. Die hatte den Blomberger schnell im Visier. In seiner Wohnung fand sie unter anderem die mögliche Tatwaffe, blutverschmierte Kleidung und einen handgeschriebenen Zettel, den die Ermittler als Plan für den Mord werteten.

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