- © ARCHIVFOTO: DPA
| © ARCHIVFOTO: DPA

Bad Salzuflen SPD in der Nachwahlanalyse: Kraft fischt überall Stimmen ab

Klausurtagung in Bad Salzuflen

Bad Salzuflen (lnw). Acht Monate nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat sich die SPD-Fraktion in einer Klausur noch einmal gründlich mit Wählerbewegungen, Wählermotiven und ihren Positionen beschäftigt.

Grundlage lieferte am Dienstag zum Auftakt der zweitägigen Beratungen in Bad Salzuflen eine Analyse des Politikforschungsinstituts Infratest. Demnach war die Spitzenkandidatin Hannelore Kraft für die Entscheidung von SPD-Wählern fast genauso ausschlaggebend wie die Sachthemen. Mit ihrer Nachwahlanalyse wolle die SPD überprüfen, ob sie richtig aufgestellt sei, sagte ein Sprecher.

Anzeige

Auf der Skala der wichtigsten Themen stand für SPD-Wähler die soziale Gerechtigkeit ganz vorne, gefolgt von Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik hat die CDU bei der Landtagswahl ihren traditionellen Vertrauensvorschuss beim Wähler verloren. Sie liegt hier bei den Kompetenzeinschätzungen etwa gleichauf mit der SPD.

90.000 Stimmen zu den Piraten

Laut Wahlforschung sind vor allem Stimmen aus dem Lager der CDU (190.000) und der Nichtwähler (120.000) zur SPD gewandert. Kraft konnte aber auch bei Grünen, Linken und FDP fischen. 90.000 Stimmen wanderten allerdings aus dem SPD-Lager zu den Piraten.

Neben der Aufarbeitung der Wahlergebnisse stand unter anderem auch die mittelfristige Finanzplanung auf der Agenda der Fraktion. Zudem wollen die Sozialdemokraten erörtern, wie sie ihre Themen sowohl parteiintern wie auch öffentlich am besten kommunizieren können.

Anzeige
Anzeige
Anzeige


realisiert durch evolver group