Übergabe der Unterschriften: Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (3. v. r.) und Hövelhofs Kämmerer Andreas Schwarzenberg (Mitte) nehmen die Unterschriftenliste der Gegner des Gewerbegebietes von Mark Grünke (3. v. l.) entgegen. Der hat einige Mitstreiter Mitgebracht. V. l. Birgit Grünke mit Sohn Moritz (2), Ruth Fiekens, Jari Fiekens (8), Jonas Grünke (7), Gabriele Benteler, Annette Auster-Müller und Katja Gees. - © Foto: Gunter Held
Übergabe der Unterschriften: Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (3. v. r.) und Hövelhofs Kämmerer Andreas Schwarzenberg (Mitte) nehmen die Unterschriftenliste der Gegner des Gewerbegebietes von Mark Grünke (3. v. l.) entgegen. Der hat einige Mitstreiter Mitgebracht. V. l. Birgit Grünke mit Sohn Moritz (2), Ruth Fiekens, Jari Fiekens (8), Jonas Grünke (7), Gabriele Benteler, Annette Auster-Müller und Katja Gees. | © Foto: Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock Bürgerprotest: 594 Unterschriften gegen das Gewerbegebiet in Stukenbrock-Senne

Sicher sind bisher erst zehn Hektar. Weitere Flächen müssen hinzugekauft werden – und da sperren sich einige Grundstückseigner

Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock. So richtig geliebt wird das Kind von keiner Seite. Den Kommunalpolitikern war klar, dass ein neues Gewerbegebiet her musste. Dafür gab es zwei Alternativen: eine Fläche am Kreuzkrug und eine Fläche in Stukenbrock-Senne. Die Politiker favorisierten mehrheitlich die Fläche am Kreuzkrug – und zwar parteiübergreifend. Doch der Regionalrat, von dessen Wohl die Entscheidung abhing, stand bei den Hövelhofern im Wort. Denen war ein Gewerbegebiet versprochen worden. Deshalb fiel die Entscheidung des Regionalrates zugunsten der Fläche in Stukenbrock-Senne. Die Politik zog mit, im Februar wurde eine Gesellschaft für die wirtschaftliche Entwicklung gegründet, die Gewerbepark Senne GmbH mit Geschäftsführer Olaf Junker, Kämmerer der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock. Gesellschafter sind Schloß Holte-Stukenbrock sowie die Gemeinden Hövelhof und Augustdorf. Bis zuletzt hatte auch Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens keinen Hehl daraus gemacht, dass er das Gewerbegebiet lieber auf Hövelhofer Gebiet gesehen hätte. Doch nun liegt es zu beiden Seiten der Paderborner Straße, gegenüber der Moosheide und der Polizeischule. Es umfasst 53 Hektar, wovon allerdings nur zehn Hektar der Stadt gehören. Die Mieter der darauf befindlichen Häuser müssen sich eine neue Bleibe suchen. Und dann kam das Veto einiger Grundstückseigentümer. Sechs von ihnen wollen nicht verkaufen, wollen nicht einmal Gespräche mit der Verwaltungsspitze führen. Gestern überreichte Mark Grünke 594 Unterschriften gegen das Gewerbegebiet an Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Der wird die Liste an die Gewerbepark Senne GmbH weiterleiten. Zur Übergabe ins Rathaus gekommen waren das Ehepaar Birgit und Mark Grünke, Gabriele Benteler, Ruth Fiekens, Annette Auster-Müller und Katja Gees. Erichlandwehr wiederholte noch einmal sein Gesprächsangebot, vielleicht unter Einbeziehung des Planers Dirk Tischmann. Seine Besucher wollen jetzt den Bebauungsplan abwarten, um zu sehen, wo die größten Belastungen entstehen. Erichlandwehr sagte: „Es wird einen Kernbereich geben, in dem die Belastung hoch ist. Zu den Rändern wird es weniger."

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