Die K 20 ist von Schlaglöchern übersät. - © FOTO: CARMEN PFÖRTNER
Die K 20 ist von Schlaglöchern übersät. | © FOTO: CARMEN PFÖRTNER

Helmern Zukunft der K 20: Kreis sträubt sich gegen Ausbau

Helmern/Kreis Höxter (cap). Ein Abstufungsverfahren sei nie beabsichtigt worden, eine Instandsetzung nie Bestandteil der Verhandlungen gewesen – so formuliert ein Sprecher des Kreises Höxter die Stellungnahme zum jüngsten Beschluss des Rates der Stadt Willebadessen. Der hat Mittwochabend in einer Sitzung die Übernahme des Abschnittes der Kreisstraße 20 zwischen Helmern und Fölsen beschlossen – mit der Bedingung, dass der Kreis diese zuvor entsprechend des Straßen- und Wegegesetzes des Landes NRW in den Ausbauzustand einer Gemeindestraße versetzt (die NW berichtete).

"Eine aufwändige Instandsetzung der wenig genutzten Straße vor Übergabe an die Stadt in Höhe der in der Ratssitzung geforderten 400.000 bis 500.000 Euro war nicht Bestandteil der Verhandlungen und geht zudem an der Zielrichtung des Kreisstraßenkonzeptes vorbei", heißt es von Seiten des Kreises. Eine Zählung habe ergeben, dass das Teilstück der K 20 lediglich von etwa 50 Autos am Tag genutzt werde. Eine Unterhaltung sei deshalb nicht vertretbar. "Hier war man sich in Absprache mit allen zehn Städten einig, die Mittel nur für verkehrswichtige Straßen zu verwenden", heißt es weiter.

Das könnte nun vor allen Dingen die Kreistagsmitglieder der Stadt Willebadessen in Bredouille bringen. Denn die haben einst diese Entscheidung des Straßen- und Wegekonzepts des Kreises mit gefällt – und das nach Infos der NW einstimmig. Allerdings, so berichtet Kreistagsmitglied Antonius Aufenanger aus Helmern, seien damals natürlich nicht alle Kreisstraßen verhandelt worden. "Um allen Bürgern gerecht zu werden, hat es damals Ortschaftskonferenzen gegeben", so Aufenanger. Dort, in Anwesenheit der jeweiligen Ortsbürgermeister oder -vorsteher und einiger Anwohner, sei die Zukunft einzelner Straßen diskutiert worden. "Die Kreisstraßen, auch die K 20, waren dort aber nie Thema", habe Aufenanger später erfahren. Er findet die Situation für die Helmeraner "nicht zufriedenstellend" und sieht den Kreis in der Pflicht, seine Haltung zu überdenkt. "Landrat Spieker hat damals von einem flexiblen Konzept gesprochen", so Aufenanger. Wenn Fehler passierten, müsste neu verhandelt werden.


Doch momentan sieht der Kreis keine Notwendigkeit, die K 20 weiter zu unterhalten. "Helmern ist über die Kreisstraße 19 an den überörtlichen Verkehr angebunden. Im Winter erfolgt auf dieser Straße Winterdienst. Deshalb ist diese Anbindung nicht zu beanstanden", lautet die Begründung. Über die Problematik beraten wird der Kreis jetzt am Dienstag, 20. November, wenn sich die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses treffen.

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