Eifrig programmiert: Die Roboter-AG der Eggeschule, die von Lehrer Matthias Falke (r.) betreut wird, bereitet sich intensiv auf den Kreiswettbewerb "Roberta" in Brakel vor. In der Sekundarschule sollen der Technikbereich wie auch der musikalische Ansatz besonders gefördert werden. - © Hermann Ludwig
Eifrig programmiert: Die Roboter-AG der Eggeschule, die von Lehrer Matthias Falke (r.) betreut wird, bereitet sich intensiv auf den Kreiswettbewerb "Roberta" in Brakel vor. In der Sekundarschule sollen der Technikbereich wie auch der musikalische Ansatz besonders gefördert werden. | © Hermann Ludwig

Peckelsheim Eggeschule mit neuem Konzept

Sekundarschule: Kollegium hat sich gut auf die Umstellung vorbereitet. Unterrichtszeit von 67,5 Minuten soll Schullalltag erleichtern. Roboter-AG wird gut angenommen

Hermann Ludwig

Peckelsheim. Zum Schuljahresbeginn 2016/2017 wird die Eggeschule der Stadt Willebadessen in eine Sekundarschule umgewandelt. Die Bezirksregierung hat dazu jetzt die Genehmigung erteilt. Die bestehende Verbundschule Eggeschule (Haupt- und Realschule im organisatorischen Zusammenschluss) soll wird in einem verpflichtenden Ganztagsbetrieb organisiert werden. Dazu hat der Stadtrat jetzt auch den Bau der Mensa in leerstehenden Bereichen der ehemaligen Realschule am Schützenweg auf den Weg gebracht. "Die Stadt hat schon sehr viel Geld für das Projekt investiert, wir werden das mit Leben erfüllen", sagt Schulleiter Martin Sälzer, der sich mit dem Kollegium gut auf die kommende Aufgabe vorbereitet hat. Sälzer ist auch zuversichtlich, dass man die Anmeldezahl von mindestens 60 Schülern und Schülerinnen für die Jahrgangsstufe 5 erreicht. "Wichtig ist dabei, dass die Eltern den Anmeldezeitraum in Anspruch nehmen" so Sälzer. Nur wenn zum Ende der Anmeldefrist die Messlatte 60 Schüler erreicht werde, könne man das Projekt Sekundarschule in Angriff nehmen. Mittlerweile gebe es auch Anfragen aus Kleinenberg und Lichtenau, da müsse man noch schauen, ob die Busverbindungen optimiert werden können. Ansonsten baue man darauf, dass aus dem Stadtgebiet Willebadessen und aus dem angestammten Einzugsbereich der Haupt- und Realschule wie Bonenburg, Rimbeck und Scherfede Schüler das umfassende Angebot am Schulstandort in Peckelsheim in Anspruch nehmen. "Bei uns geht es sehr familiär zu", stellte Sälzer den Charme der Eggeschule heraus. Mit der Umstellung auf die Sekundarschule wird die Unterrichtszeit auf 67,5 Minuten ausgedehnt. Vier Stunden entsprechen dem alten Muster von sechs Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten. Diese Umstellung habe auch mit dem neuen kooperativen Unterrichtskonzept zu tun, in dem das selbstständige Lernen stärker in den Fokus rücke und mehr Zeit für Projekte und Präsentationen bleibe. Die Schüler müssen dann nicht mehr so viele Unterrichtsmaterialien mit sich herumschleppen und vor allem nicht so oft zwischen den einzelnen Räumen hin und her hetzen, da weniger Unterrichtsfächer am Tag auf dem Plan stehen. Die Wechselzeit von zehn Minuten trage ebenfalls dazu bei, die Abläufe zu entspannen, so Sälzer. Für die neuen Sekundarschüler steht zunächst das Lernen lernen im Vordergrund, um die Kinder aus den unterschiedlichen Grundschulen auf einen Stand zu bringen. "Benimm ist in", ist ein weiteres Projekt, das gefördert werden soll neben den bereits bekannten Projekten der Verbundschule wie Streitschlichtung, Schüler helfen Schülern und dem Schulsanitätsdienst. Zudem solle die Berufsorientierung mit einer weiter verbesserten Kooperation mit den Betrieben forciert werden, so Sälzer, der auch die Kompetenz der Schule im Bereich der Informatik, Technik und Musik herausstellt. Neben der Roboter-AG ist auch die Vorbereitung auf das Musical Mamma Mia ein Schwerpunkt im Schulalltag, den ein engagiertes Kollegium abwechslungsreich gestaltet. Schritt für Schritt wird mit Unterstützung der Stadt auch die technische Ausstattung der Schule verbessert. "Wir arbeiten an der besseren Vernetzung, der Beamertechnik und Tablet-Klassen", sagt Sälzer.

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