Gratulanten und der Jubilar: Holger Benninghoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, und Hedwig Wecker, Geschäftsführerin von Gockeln Metallbau, gratulierten Rudolf Gockeln zu seinem Berufsjubiläum. - © Katharina Engelhardt
Gratulanten und der Jubilar: Holger Benninghoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, und Hedwig Wecker, Geschäftsführerin von Gockeln Metallbau, gratulierten Rudolf Gockeln zu seinem Berufsjubiläum. | © Katharina Engelhardt

Borlinghausen Rudolf Gockeln wird nach 47 Jahren bei der Borlinghausener Firma Gockeln Metallbau verabschiedet

Unternehmen: Rudolf Gockeln wird nach 47 Jahren bei der Borlinghausener Firma Gockeln Metallbau verabschiedet

Katharina Engelhardt

Borlinghausen. Als Rudolf Gockeln seine Lehre bei der Schlosserei Gockeln begann, da war noch die alte Steinpresse in Betrieb, E-Mails gab es nicht und die Entwürfe für die Kundenwünsche entstanden mit der Säge in Handarbeit. Vor 47 Jahren war das. Seitdem sind sich das Borlinghauser Unternehmen und der Schlosser treu geblieben. Dieses nicht ganz runde, aber dennoch bemerkenswerte Jubiläum beging jetzt das Borlinghauser Unternehmen, Gockeln Metallbau, in einer kleinen Feierstunde. Der gleiche Name von Jubilar und Betrieb ist übrigens Zufall - alles andere in dieser Zusammenarbeit nicht. Fünf Jahrzehnte begleitete er den Betrieb in den unterschiedlichsten Phasen, erlebte die größten Entwicklungen hautnah mit: Wie sich die kleine Schlosserei im beschaulichen Borlinghausen von einem Fünf-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen mauserte, das sich mit seinen mittlerweile 28 Mitarbeitern einen Namen und guten Ruf weit über die Grenzen Willebadessens erarbeitet hat. Heute erledigt der Betrieb unter anderem Aufträge für die Autozulieferindustrie, die Leiternindustrie, Krankenhäuser, kommunale Unternehmen verschiedenster Art und Kinderspielgerätevertreiber. Rudolf Gockeln war immer dabei, tat seine Arbeit gern, erzählt er. Er erledigte seine Arbeit mit viel Herzblut, ging so manches Mal zu nachtschlafender Zeit in die Firma, damit weit gereiste Kunden ihre Ware auch zu unüblichen Zeiten aufladen konnten. "Du bist damals so schnell unser erster Mann geworden", sagt Hedwig Wecker, Geschäftsführerin der Firma Gockeln Metallbau - in der vierten Generation. "Und du warst immer das Herzstück unseres Betriebs." Ein offenes Ohr für jedermann habe er gehabt, und bei Unstimmigkeiten immer versucht, zu vermitteln. Jetzt "wollen die müden Knochen nicht mehr so recht" und der Schlosser geht in den frühen Ruhestand. "Wohldosiert und in Raten", wie Holger Benninghoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, in seiner Rede anmerkte. 63 Jahre alt ist Rudolf Gockeln. Er fährt gern Fahrrad in seiner Freizeit, Nichtstun kann er weniger gut. Vermissen werden ihn alle im Betrieb. Vor allem seine gepfiffenen Volkslieder. "Immer im Takt zur Presse", erinnert sich die Chefin. Rudolf Gockeln schmunzelt. Hin und wieder will er vorbeischauen und dann ertönt bestimmt das ein oder andere Volkslied. Zumindest weit hat der Ruheständler es nicht: Rudolf Gockeln wohnt nur 200 Meter entfernt von "seiner" Firma.

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