Stolz auf die Leistung: Maximilian Fedrau, Mike Engemann, Pia Kleimann, Christoph Ernst, Bettina Peters, Sascha Sauerland, Robert Peters, Niklas Namnick, Manuel Gockeln, Markus Hesselmann, Daniel Fedrau, Sven Ernst, Anton Weltken, Theresa Verse, Dirk Peters, Vorne v.l.n.r: Luisa Uhe, Philipp Diekmann, Clara Weltken, Deniz Feierabend, Lorinda Klatte, Kristin Weskamp, Jerome Kathstede, Dominik Gellert. - © Löschzug
Stolz auf die Leistung: Maximilian Fedrau, Mike Engemann, Pia Kleimann, Christoph Ernst, Bettina Peters, Sascha Sauerland, Robert Peters, Niklas Namnick, Manuel Gockeln, Markus Hesselmann, Daniel Fedrau, Sven Ernst, Anton Weltken, Theresa Verse, Dirk Peters, Vorne v.l.n.r: Luisa Uhe, Philipp Diekmann, Clara Weltken, Deniz Feierabend, Lorinda Klatte, Kristin Weskamp, Jerome Kathstede, Dominik Gellert. | © Löschzug

Willebadessen Jugendfeuerwehr Willebadessen ist 24 Stunden im Einsatz

Bei verschiedenen Szenarien konnten die Nachwuchskräfte ihre Fähigkeiten trainieren

Willebadessen. In jeder Hosentasche ertönt ein lautes schrilles Piepsen. Sofort lassen die Wehrleute alles stehen und liegen und stürmen los, um sich mit Helm und Handschuhen auszurüsten. Sicherheit geht nun mal vor, denn es weiß keiner, was für Gefahren und Abenteuer am Einsatzort auf sie warten. Doch keine Angst - der echt wirkende Alarm entpuppt sich als Abschlussübung des Berufsfeuerwehrtages der Jugendfeuerwehr Willebadessen. Am Wochenende fand in Willebadessen der dritte Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Willebadessen statt. 24 Stunden blieben die jungen Brandschützer am Gerätehaus, um die von den Ausbildern ausgedachten Notfälle, Szenarien und Einsätze zu bewältigen. Praktische Übungen Nebenbei standen auch noch praktische und theoretische Ausbildung sowie Sport, Spiel und Spaß auf dem Dienstplan. Alarmiert wurden sie über den SMS-Alarm, der auch von den aktiven Kameraden des Löschzuges verwendet wird. So erhielten die Jugendlichen die Notfallmeldungen direkt auf ihr Handy. Am Samstag trafen sich die Jugendlichen mit ihren Ausbildern bereits um 8 Uhr früh am Gerätehaus. Nach einem ausgiebigen gemeinschaftlichen Frühstück und Einrichten der Schlafplätze stand auch schon der erste Programmpunkt an. Die Jugendlichen fuhren zum Biomassehof in Borlinghausen. "Bei so einer Objektbegehung achtet man auf Rettungswege, Gefahrenstellen und auf die Wasserversorgung.", weiß Jugendfeuerwehrkameradin Kristin Weskamp (11). Doch auf dem Rückweg zum Gerätehaus kam endlich die erste Einsatzübung. Im Hagenfeld hatte ein PKW nach einem Alleinunfall Benzin und andere Betriebsstoffe - Speiseöl mit Kakao - verloren. Völlig aufgelöst rief der Fahrer die Jugendfeuerwehr, die ihm auch schleunigst zur Hilfe eilte. Am Nachmittag rückten die Brandschützer zu einem vermeintlichen Brand im Altenheim "Zeit für Pflege" aus. Die Brandmeldeanlage hatte allerdings einen Fehlalarm ausgelöst. Der Höhepunkt des Wochenendes stellte der Gasbrand innerhalb eines lebensmittelverarbeiteten Betriebes an der Nethe in Willebadessen dar. Mithilfe einer Nebelmaschine und Lichteffekten wirkte der Brand täuschend echt. Felix Lütke-Bexten vom THW Paderborn stellte hierzu die Geräte und sein Fachwissen zur Verfügung. "So oft kann man diese großen Einsätze nicht üben", erklärt Anton Weltken (16). "An den normalen Dienstabenden fehlt einfach die Zeit, so ein Szenario aufzubauen. Doch es hat sich wirklich gelohnt. Der Anblick der Feuer- und Raucheffekte war echt beeindruckend." Doch damit nicht genug. Die Brandschützer wurden auch noch zu einem weiteren Brand und zu einer Tierrettung gerufen. "Besonders schön war der offene Umgang miteinander. Keiner wurde ausgegrenzt und alle hatten was zu tun. Wenn ich mal Hilfe brauchte, standen gleich alle parat und ich hatte keinerlei Probleme mich in die Gruppe einzufinden", erzählt Philipp Diekmann (10) neustes Mitglied der Jugendfeuerwehr Willebadessen. Tolle Truppe Auch der stellvertretende Jugendwart Sascha Sauerland (31) teilt diese Meinung. "Durch den Berufsfeuerwehrtag lernt man die anderen Kameraden und Kameradinnen viel besser schätzen. Man erkennt, dass jeder etwas Wichtiges zur Gemeinschaft beiträgt. Wir sind eine tolle Truppe und ich hoffe, dass wir noch viele weitere tolle Aktionen gemeinsam in Angriff nehmen können."

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