Gut bei Stimme: Die Sänger des Männergesangvereins St. Josef Willebadessen bei ihrem traditionellen Neujahrskonzert. - © Burkhard Battran
Gut bei Stimme: Die Sänger des Männergesangvereins St. Josef Willebadessen bei ihrem traditionellen Neujahrskonzert. | © Burkhard Battran

Willebadessen Schöner Gesang für den guten Zweck

Benefiz: Der Männergesangverein St. Josef Willebadessen erfreut das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Klosterkirche mit einem abwechslungsreichen Neujahrskonzert

Burkhard Battran

Willebadessen. Das traditionelle Neujahrskonzert des Willebadessener Männergesangvereins (MGV) St. Josef ist ein großes gesellschaftliches Ereignis in der Eggestadt. Und auch am diesjährigen Neujahrstag war die Klosterkirche St. Vitus bis auf den letzten Platz besetzt. 1866 gegründet, ist der MGV St. Josef der älteste aktive Männerchor des Kreises Höxter. Ein echter Traditionsverein, der sich dieser Bedeutung in besonderer Weise bewusst ist. Das bewiesen die 45 teilnehmenden St.-Josef-Sänger mit einem von ihrem Dirigenten Raphael Schütte bestens vorbereiteten Neujahrskonzert. "Seit September laufen die Proben und wir haben uns sehr darum bemüht, den Erwartungen gerecht zu werden", sagte Chormitglied Werner Rohde. Der MGV präsentierte ein abwechslungsreiches Konzert mit stimmungsvollen Liedern und hochkarätigen Instrumentalbeiträgen. Gleich zu Beginn beeindruckten Solotrompeter Andreas Steins mit Chorleiter Raphael Schütte an der Orgel das Publikum mit einer virtuosen "Trumpet Tune" von Henry Purcell. Der MGV eröffnete seinen Beitrag mit einem derart mitreißenden "Feliz Navidad", dass die Konzertbesucher direkt im Takt mitklatschten. Dann wurde es still und die 45 Sänger intonierten ein höchst stimmungsvolles "Weihnacht in den Bergen" des sauerländischen Komponisten Michael Schmoll (59). Hochgradig brillant sang der MGV das in diesen Tagen von vielen Chören aufgegriffene Lied "Jerusalem" des britischen Komponisten Michael Maybrick, das durch die aktuelle Hauptstadtdiskussion eine unerwartet brennende Aktualität erhalten hat. "Ein Volk, das keine Heimat hat, seit langer, langer Zeit", lässt sich auch auf die Situation der Palästinenser beziehen, obwohl diese Bedeutung vor 100 Jahren als das Lied komponiert wurde, gar nicht bestanden hat. Als Instrumentalsolisten wirkten neben dem Paderborner Trompeter Andreas Steins der Schlagzeuger des Willebadessener Musikvereins, Nils Böhmer, sowie Organistin Ulrike Meier-Braunst und Pianistin Helena Plem mit. Der Vorsitzende Michael Hagemeier freute sich über die große Resonanz in der restlos gefüllten Kirche. Dafür habe sich die Probenarbeit gelohnt.

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