Mit coolem Patent ins TV

Der Borgholzer Jürgen Kersting und seine innovative Kühlbox

Nach zweijähriger Entwicklungsphase ist Erfinder Jürgen Kersting von seiner innovativen Kühlbox fest überzeugt. Auch Ehefrau Brigitte schmecken die wohl temperierten Durstlöscher im lauschigen Garteneck beim Sonnenschein. - © FOTO: SANDRA WAMERS
Nach zweijähriger Entwicklungsphase ist Erfinder Jürgen Kersting von seiner innovativen Kühlbox fest überzeugt. Auch Ehefrau Brigitte schmecken die wohl temperierten Durstlöscher im lauschigen Garteneck beim Sonnenschein. | © FOTO: SANDRA WAMERS

Borgholz. Seit 2002 hat Jürgen Kersting an seinem "kuulSTAR" getüftelt. Im Mai 2007 erfolgte der Eintrag seiner Erfindung beim Deutschen Patentamt in München. Jetzt wird Jürgen Kersting seine innovative Kühlbox im Fernsehen präsentieren. Das Thema der "Einfach Genial"-Sendung: "Alles für die Grillparty".

Ein kühles Bier nach einem harten Arbeitstag, das genießen viele. "Aber nach zwei Schlückchen war mein Bier immer warm", sagt Jürgen Kersting. Der fade, warme Pilsgeschmack sollte der Vergangenheit angehören. Deshalb ging Jürgen Kersting in den Keller.

Im Untergeschoss des Borgholzer Wohnhauses befindet sich der Hobby-Keller des Elektrikers. Dort tüftelte Kersting an einer neuen Generation Flaschenträger, welche die Getränke kühl hält. Er klebte Styropor-Klötze zusammen, fräste Löcher in den Körper und feilte immer weiter am Trägerkonzept. Eine Lochgröße, das war definitiv zu wenig. "Ich trinke auch mal gerne ein Bier, aber auch Wasser oder Limo", sagt Ehefrau Brigitte Kersting. Und eine Flasche Sekt sollte die Kühlbox ebenfalls fassen. Gesagt - getan: "In den Träger passen Flaschengrößen zwischen 0,33 und 1,5 Liter", betont Gattin Brigitte.

"Die Entwicklungsphase war eine langwierige Geschichte", erinnert sich der 63-Jährige. Am Ende wog der "kuulSTar" handliche 780 Gramm und braucht weder Deckel noch Akkus zur Kühlung. Das Geheimnis: "Ein physikalisches Gesetz", erklärt der Erfinder, "Kälte ist schwerer als Wärme und bleibt deshalb am Boden. So wirkt die Wärme wie ein Deckel." Pro Stunde steige die Getränketemperatur nur um 0,5 Grad. Zwei Jahre hat Kersting experimentiert, dann setzte er einen Brief samt Produktbeschreibung auf und schickte das Schreiben zum Patentamt nach München. "Aber der Brief kam postwendend zurück", schmunzelt der Erfinder über die Absage.

Aber Kersting blieb am Ball. Mit Hilfe eines spezialisierten Patentanwalts gelang die Patentierung seines "kuulSTARs" im Mai 2007. Rund ein Jahr später erfolgte die erste Lieferung der professionell hergestellten Flaschenträger. Kersting meldete ein Gewerbe an und gründete die Firma "Kersting & Partner GbR". Seine Gesellschafter sind seine Ehefrau Brigitte, sein Sohn Jochen, sein Schwiegersohn Wolfgang Bathe sowie die Freunde Günter Groll und Frank Schlüter. Die Vermarktung begann.

"Nach langem Suchen in ganz Deutschland haben wir in Köln eine Firma gefunden, die den ,kuulSTAR' fertigt", berichtet Brigitte Kersting. Vor der industriellen Produktion musste der Erfinder jede Kühlbox per Hand bauen. "Das dauert pro Box einen Tag", weiß Kersting aus Erfahrung. Zu langwierig, denn 500 seiner "kuulSTARs" hat Kersting im Jahr verkauft. Auch zur kühlen Jahreszelt, wie im Gewerbezelt der Warburger Oktoberwoche. "Der ,kuulSTAR' hält die Getränke nicht nur kühl, sondern auch warm", betont der Borgholzer.

Mehr Informationen über Jürgen Kerstings Erfindung gibt es im Internet auf seiner Homepage unter www.kuulstar.de

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