Mit dem EU-Förderbescheid: Dozent Stefan Kreye (l.) und Projektreferent Bernhard Eder. - © Foto: Burkhard Battran
Mit dem EU-Förderbescheid: Dozent Stefan Kreye (l.) und Projektreferent Bernhard Eder. | © Foto: Burkhard Battran

Hardehausen EU-Förderung für Landvolkshochschule

Landvolkshochschule erhält von der EU 110.000 Euro zur Unterstützung von Zukunftswerkstätten und zur Projektbegleitung in den Ortschaften

Burkhard Battran

Hardehausen. Die Idee ist nicht neu, aber sie bekommt neuen Schwung. Die Landvolkshochschule in Hardehausen hat eine EU-Förderung von 110.000 Euro erhalten, um Dorfwerkstatt-Prozesse in Gang zu bringen, zu begleiten und zu unterstützen. „Wir haben uns um diese Projektförderung beworben, weil die Zukunftssicherung der dörflichen Strukturen in der Region für uns als kirchliche Einrichtung ein maßgeblicher Auftrag ist", erklärt Dozent Stefan Kreye. Insgesamt hat das Vorhaben ein Volumen von knapp 150.000 Euro. Der Beitrag der Landvolkshochschule deckt 65 Prozent der jeweiligen Projektkosten ab. Das Erzbistum beteiligt sich mit weiteren zehn Prozent, so dass den Kommunen ein Eigenanteil von 25 Prozent bleibt. Dafür wird den Teilnehmern ein großes Paket geschnürt. „Zunächst laden wir die Beteiligten zu uns nach Hardehausen zu einer Informationsveranstaltung ein, dann erfolgt eine Ist-Analyse, auf die dann wieder hier im Haus eine Zukunftswerkstatt aufgebaut wird, wo gewissermaßen die Ideen geschmiedet werden, deren Umsetzung wir dann auch begleiten werden", erläutert Projektreferent Bernhard Eder. Die Hansestadt Warburg ist als erste Kommune ganz groß eingestiegen. Sie will für alle Ortschaften so einen Dorfwerkstatt-Prozess starten. In der nächsten Woche geht es los. Am Mittwoch findet in der Landvolkshochschule ein erstes Treffen mit dem Bürgermeister sowie Beteiligten aus allen Ortschaften statt. „Dabei soll es vor allem darum gehen, dass sich einzelne Ortschaften – sei es weil es Nachbarn sind oder es sonst wie enge Verbindungen gibt – zu einer gemeinsamen Prozesspartnerschaft zusammenschließen", erklärt Eder. Als weitere Kommunen haben bereits Marienmünster, Beverungen, Brakel und Nieheim ihre Teilnahme angekündigt, allerdings nicht in einem so flächendeckenden Umfang wie die Hansestadt. An einigen Stellen im Kreis Höxter gibt es schon gut funktionierende Dorfwerkstätten. So gibt es beispielsweise in der Steinheimer Ortschaft Sandebeck seit vielen Jahren eine sehr lebendige Dorfwerkstatt mit einer Vielzahl von Aktivitäten. Auf einer eigenen Internetseite (unser-quartier.de/dorfwerkstatt-sandebeck) wird über die Arbeit in formiert. Zwei Jahre wird jede Dorfwerkstatt von Projektreferent Bernhard Eder begleitet. Insgesamt ist die Projektlaufzeit bis Ende 2021 angelegt. Bernhard Eder: „Am Ende der soll dann ein Netzwerk für ehrenamtliches Engagement im Kreis Höxter etabliert werden, in dem sich Schlüsselpersonen des freiwilligen Einsatzes zusammenfinden, um gemeinsam das ehrenamtliche Engagement im Kreis Höxter zu stärken und weiter zu entwickeln." Bernhard Eder (59) ist seit Februar 2016, im Schwerpunkt Bildungsarbeit für aktive ältere Menschen, Dorfentwicklung und Seniorenpastorale an der Landvolkshochschule Hardehausen. Bernhard Eder ist Diplomtheologe und Soziologe und hat zuvor in Süddeutschland ähnliche Projekte betreut. Für die Landvolkshochschule hat Bernhard Eder bereits das Projekt „Weichen stellen" auf den Weg gebracht. Es handelt sich dabei um ein kreisweites Netzwerk zur Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit im Seniorenbereich.

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