Entwickeln ihre Gedanken vor dem Leser: Justus Wilhelm und Katharina Hengst, Schüler des Hüffertgymnasiums, haben erfolgreich am landesweiten Wettbewerb „Essay 2017“ teilgenommen. Foto: D. Scholz - © Dieter Scholz
Entwickeln ihre Gedanken vor dem Leser: Justus Wilhelm und Katharina Hengst, Schüler des Hüffertgymnasiums, haben erfolgreich am landesweiten Wettbewerb „Essay 2017“ teilgenommen. Foto: D. Scholz | © Dieter Scholz

Warburg Katharina Hengst schreibt über das Glück

„Essay 2017“: Beim Landeswettbewerb sticht eine Hüffertschülerin als Beste hervor. Die junge Autorin kam einem Gedanken des Philosophen Kierkegaard in sprachlich durchgestalteter Form auf die Schliche

Dieter Scholz

Warburg. Mit ihrem Text hat Abiturientin Katharina Hengst die Jury überzeugt: Die Schülerin des Warburger Hüffertgymnasiums gewann beim Wettbewerb „Essay 2017" der Essener Berkenkamp-Stiftung und des Landes Nordrhein-Westfalen einen ersten Preis. In ihrem Essay hatte sich die 17-Jährige aus Bühne mit dem Satz des dänischen Philosophen Sören Kierkegaard „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit" auseinandergesetzt und ihre Gedanken zu Papier gebracht. „Ein bemerkenswerter Erfolg", kommentierte Schulleiterin Susanne Krekeler ebenso wie Fachlehrerin Maria Genau angesichts der insgesamt sieben prämierten Essays zum selben Thema, unter denen sich der Text von Katharina am Ende durchsetzte. Insgesamt hatten 219 Schüler aus ganz NRW am Wettbewerb teilgenommen, bei dem drei Themen zur Auswahl standen. Auch Katharinas Mitschüler Justus Wilhelm, ebenfalls aus dem Leistungskurs Deutsch der zwölften Jahrgangsstufe des Warburger Gymnasiums, war mit seinem Essay dabei gewesen. „Die Förderung des bewussten Umgangs mit der deutschen Sprache und Literatur", so Schulleiterin Krekeler, sei das Ziel des Wettbewerbs, der in von der Münsteraner Bezirksregierung organisiert werde, so Krekeler weiter. Die Teilnehmer sollen das schreiben, was sie zu einem der drei vorgeschlagenen Themen schon immer zum Ausdruck bringen wollten. Dabei sollen sie in eigener Sprache ihre Position widergeben. Weitere Bewertungskriterien sind Anschaulichkeit und Bildhaftigkeit. Diese sprachlichen Gestaltungsmittel sorgen für die Originalität. Der Satz Kierkegaards habe sie am meisten angesprochen, sagt Katharina Hengst. Sie habe sich Gedanken gemacht, sie aufgeschrieben und im Text strukturiert. „Beim Schreiben tritt man mit sich selbst in Kontakt", sagt sie. Außerdem werde der Umgang mit der Sprache gefördert, da bleibt die junge Autorin pragmatisch. Der Lohn: Ein mehrtägiges Literaturseminar, das Ende November in Marbach stattfand. Dazu gehörten auch der Besuch des Geburtshauses von Friedrich Schiller und eine Begegnung mit der Schriftstellerin Elisabeth Edl, die eine Schreibwerkstatt anbot. Und natürlich die offizielle Preisübergabe.

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