Sie sind ein Stück des Lebensweges gemeinsam miteinander gegangen: Von den Menschen aus Syrien, dem Irak, dem Iran, Afghanistan, Bangladesch, Pakistan und Kurdistan, die vor zwei Jahren nach Bonenburg gekommen waren, leben heute viele in anderen Orten. Die Flüchtlingsinitiative organisierte jetzt ein Wiedersehen. - © Privat
Sie sind ein Stück des Lebensweges gemeinsam miteinander gegangen: Von den Menschen aus Syrien, dem Irak, dem Iran, Afghanistan, Bangladesch, Pakistan und Kurdistan, die vor zwei Jahren nach Bonenburg gekommen waren, leben heute viele in anderen Orten. Die Flüchtlingsinitiative organisierte jetzt ein Wiedersehen. | © Privat

Bonenburg Geflüchtete und ehrenamtliche Begleiter treffen sich in Bonenburg zu einer "Revival Party"

Flüchtlingsinitiative: Beim Wiedersehen wurden viele gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht

Bonenburg. Mehr als 40 Geflüchtete und Ehrenamtliche waren der Einladung der Flüchtlingsinitiative Bonenburg zur "Bonenburg Revival Party" gefolgt. Von den rund 70 Menschen aus Syrien, dem Irak, dem Iran, Afghanistan, Bangladesch, Pakistan und der autonomen Region Kurdistan, die im Herbst 2015 nach Bonenburg gekommen waren, leben viele mittlerweile in anderen Ortschaften. Daher wollten die Ehrenamtlichen der Flüchtlingsinitiative noch einmal mit möglichst vielen von ihnen zusammen kommen, Erinnerungen austauschen und hören, was die Einzelnen jetzt tun. "Viele sind noch in Sprach- und Integrationskursen. Einige haben die B 1-Prüfung längst bestanden, lernen jetzt für B 2, einer hat sogar schon eine C 1-Prüfung erfolgreich absolviert", berichtet Dagmar Feldmann von der Flüchtlingsinitiative. Sehr wenige seien allerdings in Ausbildung oder gingen einer Arbeit nach. "Zu hoch sind die sprachlichen Hürden und im ländlichen Raum scheitert manches an fehlender Mobilität", so Feldmann. Einige seien in ihr Heimatland zurückgekehrt oder zu Verwandten in andere Teile Deutschlands gezogen. "Durch den oft nur für ein Jahr zugestandenen subsidiären Schutz ist der Nachzug von Familienangehörigen für viele zurzeit gar nicht möglich und belastet entsprechend", bemerkt Feldmann. Derzeit leben in Bonenburg zehn Geflüchtete in eigenen Wohnungen. Beim Rückblick anhand von Fotos wurde an die ersten Begegnungen in der Grundschule und der Turnhalle, ein großes Begegnungskaffeetrinken im Pfarrheim, an die Fahrt ins Freilichtmuseum nach Detmold oder das Sommerfest an der Grundschule erinnert. "Es war eine schöne, intensive, oft auch anstrengende gemeinsame Zeit", zieht Feldmann ein Fazit. Doch das Zusammenleben könne gelingen und sei bereichernd für alle.

realisiert durch evolver group