Zusage: Im Sitzungszimmer des Behördenhauses erhielten diese Hausbesitzer von Bürgermeister Michael Stickeln (v. l.) und Mirjam Altemeier vom Bauamt der Stadt ihren Bewilligungsbescheid über städtische Fördermittel. - © Hermann Ludwig
Zusage: Im Sitzungszimmer des Behördenhauses erhielten diese Hausbesitzer von Bürgermeister Michael Stickeln (v. l.) und Mirjam Altemeier vom Bauamt der Stadt ihren Bewilligungsbescheid über städtische Fördermittel. | © Hermann Ludwig

Warburg Zehn Hauskäufer erhalten Unterstützung aus dem Warburger Stadtsäckel

Hermann Ludwig

Warburg. Zehn Hauseigentümer erhielten jetzt einen Bewilligungsbescheid aus der Stadtverwaltung. 41.000 Euro wurden insgesamt aus der Leerstandsförderung der Stadt an die Eigentümer ausgezahlt, die in einem der Warburger Ortsteile ein Haus erworben haben, das länger als ein Jahr leer steht. 50.000 Euro sind jährlich für das Programm im Haushalt veranschlagt. In diesem Jahr gehen die Fördersummen nach Dalheim Daseburg, Herlinghausen, Nörde, Scherfede, Rimbeck, Welda und Wormeln. Die Käufer erhalten einen Grundbetrag von 3.000 Euro bei einem unter Denkmalschutz stehenden Haus oder bei einem ortsbildprägenden Gebäude 4.000 Euro. Pro Kind kommen 500 Euro hinzu, maximal jedoch 2.000 Euro. Wenn Handwerker aus dem Stadtgebiet Arbeiten am Gebäude durchführen, wird das ebenfalls gefördert. Bürgermeister Michael Stickeln lobte das Engagement der neuen Hauseigentümer . "Es ist wichtig, dass die Ortskerne erhalten bleiben und wir nicht Bauplätze an der Peripherie ausweisen müssen", so Stickeln. Um gewachsene Strukturen zu erhalten oder zu reaktivieren, die Attraktivität der Ortslagen zu steigern, Infrastruktur zu erhalten oder neu anzusiedeln und eine nachhaltige Belebung in den Stadtteilen sicherzustellen, hatte der Stadtrat beschlossen, dieses kommunale Programm zur Förderung des Erwerbs und der Sanierung von leer stehenden Gebäuden aufzulegen. "In der Kernstadt gibt es ja einen großen Miet- und Baudruck", sagte Stickeln. Wie der Bürgermeister feststellte, sind einige der Geförderten auch Neubürger. Axel Schröder zog von Fehmarn, wo er lange Zeit als Gastronom gearbeitet hatte, nach Nörde. Dort hat er ein Haus erworben, in dem zuvor eine Gaststätte eingerichtet war. "In Nörde gab es früher fünf Gasthöfe, jetzt gibt es keine mehr, das will ich ändern. Ich bin der geborene Gastwirt", bemerkte der gelernte Drucker. In dem 1732 gebauten Haus wolle er die alte Tradition wieder aufleben lassen. "Es Liebe auf den ersten Blick", sagte Schröder schmunzelnd. Das Ehepaar Carina Fischbach und Sebastian Höppner hat das passende Eigenheim in Herlinghausen im Internet gefunden. "Das ist ein individuelles Haus, bei dem auch der Preis stimmte", so Höppner. Constantin Seck hat aus Heimatverbundenheit im familiären Umfeld in Daseburg ein Haus erworben. "Die Sanierung erfordert zwar viel handwerkliches Geschick, aber es lohnt sich", so der Daseburger. "Ich muss nur über die Straße ins neue Haus ziehen", freute sich Julia Ruberg aus Wormeln, die das für sie passende Objekt im Heimatort gefunden hat. Dankbar nahm auch Schwester Hatune Dogan die Förderung der Stadt entgegen. Aktuell weilt sie im Nahen Osten bei Flüchtlingen, derweil ihre Hausprojekte in Rimbeck weiter saniert werden.

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