Es wird noch geschraubt: KFZ-Meister Stefan Wiemers (r.) und seine Mitarbeiter Kristina Buchmiller (27, Büro) und Kfz-Meister Florian Kleinwächter (25) freuen sich auf die Neueröffnung des Betriebes Autotechnik Warburg am 2. September in der Industriestraße 3b. Bis zum Umzug Ende August läuft der Betrieb in Germete weiter. - © Foto: Hermann Ludwig
Es wird noch geschraubt: KFZ-Meister Stefan Wiemers (r.) und seine Mitarbeiter Kristina Buchmiller (27, Büro) und Kfz-Meister Florian Kleinwächter (25) freuen sich auf die Neueröffnung des Betriebes Autotechnik Warburg am 2. September in der Industriestraße 3b. Bis zum Umzug Ende August läuft der Betrieb in Germete weiter. | © Foto: Hermann Ludwig

Warburg Kfz-Meister Stefan Wiemers baut neue Werkstatt

Eröffnung im September

Hermann Ludwig

Aus der Kfz-Werkstatt „Auto-Technik Germete" wird in Kürze „Auto-Technik Warburg". Der junge Kfz-Meister Stefan Wiemers will nach der rasanten Entwicklung des jungen Betriebes an einem verkehrstechnisch exponierten Platz in Warburg den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung der Werkstatt gehen. Am 2. September wird an der Industriestraße 3d eine neue, moderne Autowerkstatt mit modernster Diagnosetechnik und einem umfangreichen Reifenlager eröffnet. 2010 wagte der jetzt 30-Jährige in Germeter den Schritt in die Selbstständigkeit einen Traum erfüllt. Mit starker Unterstützung seiner Eltern Gisela und Alfred Wiemers eröffnete der Kfz-Meister seine eigene Werkstatt in einem ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude in gemieteten Räumen. Die „Auto-Technik Germete" legte dank den Kundennähe und der Servicequalität ein schnelles Wachstum hin. „An dem Standort waren weitere Entwicklungsschritte aber nicht mehr möglich", erklärt Stefan Wiemers. Viele Lösungsansätze wurden diskutiert, zentrale Idee war dann, einen Standort zu finden, der gut erreichbar ist und auch von vielen möglichen Kunden gesehen wird. „Wir haben dann ein echtes Sahne-Grundstück für die Umsetzung der Pläne gefunden", freut sich Alfred Wiemers, der mit seinem Sohn diverse gebrauchte Immobilien und Grundstücke im Warburger Land genau unter die Lupe nahm. Bauamt half bei der Grundstückssuche Eine große Hilfe war dabei Rainer Ehle vom Warburger Bauamt, der mit viel Einsatz die Suche unterstützte. Die Wahl fiel dann auf das Gewerbegrundstück an der viel befahrenen Industriestraße zwischen der neuen Rettungswache des Kreises Höxter und ATU sowie Burger King. Über eine Anwaltskanzlei in Berlin als Vermittler wurde das Grundstück gekauft, das zuletzt zwei nordhessischen Banken gehörte. Die Kaufabwicklung und die Zusammenarbeit mit den Baubehörden und den beteiligten regionalen Firmen verliefen reibungslos, gern hätte Stefan Wiemers als junger Unternehmer von Seiten der Wirtschaftsförderung mehr Unterstützung erfahren. »Wir haben das alles aus eigener Kraft gestemmt« „Als kleiner Handwerksbetrieb ist es schwierig, eine Förderung zu erhalten. Wir haben das alles aus eigener Kraft gestemmt", so Stefan Wiemers. Eine beratende Unterstützung von Seiten des städtischen Wirtschaftsförderers hätte da wohl ein Zeichen gesetzt, zumal die Abwassersituation nicht einfach zu lösen war. Eine 20.000-Liter-Zisterne als Pufferlösung wurde eingebaut. Seit Monaten laufen weithin sichtbar die Bauarbeiten, die Eigenleistung ist hoch mit vielen Nachtschichten zu dem laufenden Betrieb. Nach den Erdarbeiten wurde eine Fertighalle aufgestellt. Zuvor hatten sich Stefan und Alfred Wiemers 20 ähnliche Projekte angesehen. Auf dem 2.000 Quadratmeter großen Grundstück ist eine Werkstatt mit mehr als 500 Quadratmetern Lager- und Arbeitsfläche entstanden. Ausstattung auf neuestem Stand Eine Halle für die Annahme der Autos und die TÜV-Abnahme, die auch perspektivisch für die Reparaturannahme von E-Autos gedacht ist, sowie drei Hebebühnen für die Reparatur in einem eigenen Gebäudetrakt stehen bereit. Direkt angegliedert ist eine Halle, in der Kunden Reifen einlagern können. In dem Hochregallager ist Platz für 250 Reifensätze, in dem ausgeklügelten Modulsystem sind noch Erweiterungsmöglichkeiten. Sozialräume mit Duschen und Toiletten, Büroräume und ein Arbeitsplatz für Spezialarbeiten sind auf einer zweiten Etage untergebracht. Das junge Unternehmen beschäftigt derzeit zwei Kfz-Meister und zwei Teilzeitkräfte für Werkstatt und Büro. Im Sommer 2018 wird ein Auszubildender eingestellt. In der Vergangenheit sind Ausbildungsplätze, Praktikumsplätze für alle Schulformen und auch für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt worden. Dieses Konzept will Stefan Wiemers beibehalten, der sich und seine Mitarbeiter mit Fortbildungen auf dem Stand der Technik hält. Auch die Werkstattausstattung ist auf dem neuesten Stand. „Die neue Werkstatt bietet mehr Platz für eine zeitgemäße Reparatur", so der 30-Jährige, der zum Tag der offenen Tür am Samstag, 2. September einlädt. Livemusik mit Peter Fuest, eine Hüpfburg, ein Formel-1-Simulator und ein Preisausschreiben stehen auf dem Programm.

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