Noch fehlen Unterlagen: Die Erörterungstermine für beide geplanten Repowering-Projekte von Windkraftanlagen im Stadtgebiet Willebadessen werden verschoben. - © Symbolfoto/dpa
Noch fehlen Unterlagen: Die Erörterungstermine für beide geplanten Repowering-Projekte von Windkraftanlagen im Stadtgebiet Willebadessen werden verschoben. | © Symbolfoto/dpa

Willebadessen Verschoben: Erörterungstermine für Repowering-Projekte von Willebadesser Windkraftanlagen

Strittige Projekte werden weiter verfolgt

Hermann Ludwig

Willebadessen. Die Erörterungstermine für die beiden geplanten Repowering-Projekte von Windkraftanlagen im Stadtgebiet Willebadessen sind verschoben worden. In beiden Fällen müssen die Projektierer noch Unterlagen vorlegen, wie Bürgermeister Hans Hermann Bluhm auf Anfrage bestätigte. „Das ist aber ein normaler Vorgang", erklärte Bluhm. Wie aus Verwaltungskreisen zu hören war, gibt es derzeit auch noch offene Fragen in punkto Abstand zu Funkfeueranlagen. Da wartet man ein abschließendes Urteil ab. Beim Kreis Höxter als zuständige immissionsschutzrechtliche Genehmigungsbehörde liegt für den Bereich Schweckhausen ein Antrag der ENGIE Windpark Peckelsheim GmbH auf die Errichtung und den Betrieb von neun Windenergieanlagen des Herstellers General Electric GE vor. Diese Anlagen sollen die bestehenden acht LAGERWAY-Windenergieanlagen ersetzen. Die acht Windräder aus dem Jahr 2000 mit einer Höhe von jeweils 100 Metern sollen ersetzt werden durch sechs neue Anlagen mit einer Nabenhöhe von 164,5 Meter bei einer Gesamthöhe von 233 Metern, einem Rotordurchmesser von 137 Metern und einer Leistung von 3,5 Megawatt. Schweckhäuser Bürger mit Bedenken Drei weitere Anlagen des gleichen Modells sollen auf dem Areal nordwestlich der Siedlung Schönthal aufgebaut werden. So würden in dem Windpark bei Schweckhausen neun statt acht Windräder stehen, die jeweils mehr als doppelt so hoch sind. Gegen dieses Vorhaben haben einige Schweckhäuser Bürger Bedenken angemeldet. Sie sehen die Initiative zum Erhalt des Schweckhausener Schlosses gefährdet. Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Schmitt befürchtet, dass alle Anstrengungen, den Ort attraktiver für junge Familien zu machen, durch die riesigen Windräder torpediert werden. Gerade in jüngster Vergangenheit hätten junge Familien in Schweckhausen Häuser gekauft, mit großen Anstrengungen habe man auch die alte Schmiede und Stellmacherei saniert. Bürgerinitiative in Willebadessen Zurückgestellt hat auch die GLS Energie AG den Erörterungstermin für die Repowering-Pläne bei Altenheerse. Die Planung umfasst den Neubau von sechs Nordex-Windrädern mit einer Gesamthöhe von jeweils 199,5 Meter und einer Rotordurchmesser von 131 Metern (3,3 MW). Gegen diese Pläne hatte sich in Willebadessen eine Bürgerinitiative formiert, die negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bürger befürchtet. Die neuen Anlagen würden den Ort weithin sichtbar überragen und den Charakter des Ortes verändern.

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