Der Mensch im Fokus: Künstler Johannes Waldemade mit Gemäldearbeiten. - © Burkhard Battran
Der Mensch im Fokus: Künstler Johannes Waldemade mit Gemäldearbeiten. | © Burkhard Battran

Hardehausen Paderborner Künstler Waldemade stellt in Hardehausen aus

Die Galerie der Landvolkshochschule zeigt Gemälde und Materialbilder von Johannes Waldemade

Burkhard Battran

Hardehausen. Alle guten Dinge sind drei, heißt es schön. Zum dritten Mal stellt aktuell der Künstler Johannes Waldemade (64) aus Paderborn-Elsen in der Galerie der Landvolkshochschule Hardehausen aus. Zum dritten Mal trägt die Ausstellung den Titel „Fokus Mensch", aber es sind nicht zum dritten Mal dieselben Arbeiten ausgestellt. „Meine Ausstellungen tragen immer diesen Titel, denn das ist mein Thema, aber ich zeige niemals an einem Ort dieselben Arbeiten zwei Mal", sagt der Künstler. In den Jahren 2000 und 2012 hatte Waldemade bereits in Hardehausen ausgestellt. Die aktuelle Ausstellung umfasst 40 Arbeiten. Es sind Gemälde in Acryl, Lack und Mischtechnik sowie Bildobjekte, die Waldemade als Materialbilder bezeichnet. In seinen neueren Arbeiten mischt Waldemade beispielsweise Äste des Hartriegelbusches, die er sich aus seinem Garten holt mit Silber glänzendem Metallrohr. Die hier verwobenen Stücke lassen einen an die Brustpanzer von Indianerkriegern aus Westernfilmen denken. „Mir kommt es darauf an, die fremden Materialien zu einer neuen Einheit zusammenzuführen", erläutert der Künstler. CD-Roms als Ausgangsmaterial Daneben hat er ausrangierte CD-Rom-Datenträger als ein spannendes Ausgangsmaterial entdeckt. „Auf diesem Material speichern Menschen ihre Erkenntnisse und dann komme ich und schneide alles auseinander, allerdings mit dem Ziel sie wieder neu zusammenzusetzen, wenn auch in anderer Gestalt", erklärt Waldemade. Die bei der aktuellen Ausstellung gezeigten Exponate hat Johannes Waldemade überwiegend in den letzten zwei Jahren geschaffen. „Ich arbeite immer gleichzeitig an mehreren Bildern, das können Gemälde und Materialbilder sein", sagt Waldemade. Das hat aber nichts mit Outputsteigerung zu tun. „Vielmehr geht es dabei darum, Ideen nicht wieder zu verlieren", sagt Waldemade. Es gäbe immer wieder Punkte, wo man bei einer Arbeit nicht richtig weiterkommt. Da helfe es, einfach etwas anderes zu machen und plötzlich weiß man auch in der anderen Sache wieder weiter. Wechselbezüge zwischen Mensch und Technologie Johannes Waldemade wurde 1953 in Lügde-Niese geboren. An der Uni Paderborn hat er von 1974 bis 1980 Kunst und Germanistik Studiert. Zehn Jahre war Waldemade Kunstdozent der Paderborner Volkshochschule. Seit 1983 ist Waldemade als freischaffender Künstler tätig. In seiner Kunst stellt Johannes Waldemade Wechselbezüge zwischen Mensch und Technologie, Wissenschaft und Medien her. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt – allein oder als Paar, manchmal auch nur noch in Ausschnitten oder reduziert auf Details und Umrisse. Bundesweit hat Johannes Waldemade schon mehr als 80 Mal ausgestellt. Mit seinen Bildern will Johannes Waldemade Denkanstöße geben Seherlebnisse hervorrufen.

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