Scheckübergabe: Sabine Heikenfeld (Kita Maria Heimsuchung), Alexandra Faupel-Waldeyer (Charvinstift), Barbara Andelefski (Kita Maria Himmelfahrt), Petra Engemann-Ludwig (Familienzentrum St. Martin) sowie Michaela Schrader (Familienzentrum Arche), Holger Baumgart, Bernd Heidenreich, Dörte Dierkes und Heiner Stiene vom Vereinsvorstand. - © Dieter Scholz
Scheckübergabe: Sabine Heikenfeld (Kita Maria Heimsuchung), Alexandra Faupel-Waldeyer (Charvinstift), Barbara Andelefski (Kita Maria Himmelfahrt), Petra Engemann-Ludwig (Familienzentrum St. Martin) sowie Michaela Schrader (Familienzentrum Arche), Holger Baumgart, Bernd Heidenreich, Dörte Dierkes und Heiner Stiene vom Vereinsvorstand. | © Dieter Scholz

Warburg Förderverein verteilt Vereinsgelder an fünf Kitas

"Künstler fördern Kinder": Nachdem sich bereits die in Bamberg ansässigen Trägerstiftung aufgelöst hatte, zieht sich nun auch der Warburger Förderverein aus der Arbeit zurück

Dieter Scholz

Warburg. Viele Kinder sind künstlerisch talentiert. Zur Förderung fehlen jedoch oft die finanziellen Mittel. Seit 2007 engagierte sich in Warburg die Stiftung und ab 2009 der Verein "Künstler fördern Kinder (KfK)" in der individuellen Förderung künstlerisch begabter Kinder und Jugendlicher aus benachteiligten Herkunftsfamilien. Jetzt löste sich der Verein auf und verteilte die übrig gebliebenen Gelder unter den Kindertageseinrichtungen der Kernstadt auf. Ein Treffen "mit einem Lachenden und einem weinenden Auge", wie der stellvertretende Vorsitzende, Heiner Stiene, bei der Übergabe der 650-Euro-Schecks sagte. Denn zum einen habe man noch einmal finanzielle Hilfen zu verteilen, zum anderen "eben zum letzten Mal". Der Verein vertrat in der Hansestadt die KfK-Stiftung, die auf Initiative des Altstädter Kunstmalers Bernd Heidenreich in Bamberg gegründet worden war. Sie hatte sich bereits zu Beginn des vergangenen Jahres aufgelöst. Die Stiftung hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sozial und finanziell schwächer gestellte junge Menschen in ihrer Kreativität zu fördern. Künstler aus dem In- und Ausland hatten sich bereit erklärt, die Stiftung zu unterstützen. Mit Ausstellungen und Auktionen wollte man weitere Förderer gewinnen. Daneben war es eines der Ziele des Vereins gewesen, ein soziales Bewusstsein zu schaffen. "Auch wir in Warburg wollten die Stiftung mit unserem Förderverein unterstützen", so Bernd Heidenreich, der als Vorsitzender den Verein über die Jahre geführt hatte. Doch Zustiftungen und Spenden blieben aus. "Dazu kamen die niedrigen Zinsen, mit denen aktuell alle Stiftungen zu kämpfen haben", so Stiene. Das Vorhaben sei ideell sehr hoch angesetzt, doch in der Umsetzung sei es immer schwieriger geworden, berichtete Stiene. Bis sich der Vorstand entschied, das Projekt fallen zu lassen, den Verein und das Konto in Höhe von 3.500 Euro aufzulösen. Die zuletzt etwas mehr als 30 Mitglieder vergaben Stipendien für Musik- und Malschulunterricht an Kinder, sponsorten zeitlich begrenzte Projekte wie ein Street-Dance-Projekt an der Eisenhoitschule und boten daneben auch selbst künstlerische Events, wie beispielsweise im städtischen Kinderferienprogramm an. Ursprünglich sollten in der Hauptsache Künstler durch den Verkauf der gespendeten Werke die finanzielle Basis der Förderaktivitäten sichern. "Eine Aufgabe, die sich in der Durchführung als unrealistisch erwies", so Stiene.

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