Merkwürdig anmutendes Ensemble: Diese zwei illegal aufgestellte Container in Scherfede West umrahmen eine hölzerne Sitzgruppe. - © Katharina Engelhardt
Merkwürdig anmutendes Ensemble: Diese zwei illegal aufgestellte Container in Scherfede West umrahmen eine hölzerne Sitzgruppe. | © Katharina Engelhardt

Warburg/Scherfede Illegale Altkleidercontainer in Scherfede West

Stadt warnt Verbraucher, "diese Unternehmen gaukeln caritativen Zweck nur vor"

Katharina Engelhardt

Warburg/Scherfede. Mehrere illegale Kleidersammelcontainer sind in den vergangenen Wochen im Warburger Raum aufgestellt worden, zwei davon unübersehbar in Scherfede West unterhalb des Autobahnzubringers. "Diese Container sind weder von der Stadt noch vom Kreis genehmigt", sagt Wolfgang Voss vom Ordnungsamt in Warburg. "Sie sind somit illegal. Wir versuchen zurzeit in Absprache mit dem Kreis Höxter eine schnelle Lösung für die Beseitigung zu finden." Die Container stammen von keiner der caritativen Einrichtungen, deren Sammelbehälter im Warburger Raum überhaupt genehmigungsfähig wären. Vor etlichen Jahren hat der Rat der Stadt den Beschluss gefasst, nur anerkannten gemeinnützigen Einrichtungen und Verbänden wie Malteser, DRK oder Kolping zu erlauben, auf diese Weise Kleidung zu sammeln. Für die Stadt sind diese illegal aufgestellten Container seit Jahren ein Ärgernis. Zum einen sind die rein gewerblich organisierten Unternehmen auf Warburger Gebiet schlicht unerwünscht, weil sie den caritativen Einrichtungen Konkurrenz machen. "Zum anderen ärgert es uns, dass sie dem gutgläubigen Verbraucher den guten Zweck vorgaukeln, wo gar keiner ist", sagt Wolfgang Voss. Die Ware wird in Afrika sowie in Second-hand-Läden in Deutschland verkauft. "Das Geld wandert aber in die Taschen der Firma und kommt keinem caritativen Zweck zugute wie die Aufschriften auf den Containern oft weismachen wollen."

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