Die Ansicht von der Straße Landfurt: Die Entwurfskizze zeigt das neue Gemeindezentrum der Neuapostolischen Kirche in Warburg. Die Fassade ziert das Emblem der christlichen Religionsgemeinschaft. - © Skizze: Architektenbüro Cornelius und Kollegen
Die Ansicht von der Straße Landfurt: Die Entwurfskizze zeigt das neue Gemeindezentrum der Neuapostolischen Kirche in Warburg. Die Fassade ziert das Emblem der christlichen Religionsgemeinschaft. | © Skizze: Architektenbüro Cornelius und Kollegen

Warburg Neues Gemeindehaus an der Landfurt

Die Neuapostolische Kirche baut an der Landfurt ein neues Gemeindezentrum mit Gottesdienstraum

Dieter Scholz

Warburg. Die Gemeinde der neuapostolischen Kirche in Warburg errichtet an der Landfurt in Warburg ein neues Gemeindehaus. Mit den Bauarbeiten wurde vor ein paar Tagen begonnen. Gestern rollte ein Hochbaukran an. Das fertige Haus wird auch eine Kirche mit rund 120 Sitzplätzen beherbergen. Architekt Karl-Heinz Cornelius plante zunächst nur mit 80 Plätzen. "Die Pläne wurden beiseite geschoben und es wurde größer gedacht", sagt Cornelius. Sechs Meter hoch wird sich das Kirchenschiff in der Nähe des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke bis unters Dach erheben. Ursprünglich war in den Plänen des Architekten auch ein Flachdach vorgesehen, das die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses des Warburger Stadtrates aber vor gut einem Jahr abgelehnt hatten. Die vorgeschlagene Dachform passe nicht ins Bild der Umgebung, so die Begründung. Man solle sich doch an der Umgebungsbebauung orientieren, hieß es damals.Haus mit Hut "Nun wird es ein Zeltdach", sagt Architekt Cornelius. "Ähnlich wie zuvor geplant, aber mit Hut obendrauf". Die Grundform: quadratisch. Der Kirchenraum werde zum Foyer in verglast. "In den Eingangsbereich können später über Lautsprecher auch die Gottesdienste übertragen werden", sagt Cornelius. So würdenweitere Kapazitäten geschaffen. Das bisherige Bethaus der Warburger neuapostolischen Gemeinde am Paderborner Tor ist in die Jahre gekommen. "Es entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen", sagt Cornelius. Flexibilität sei gefragt. Faltbare Wände werden die Räume des Gemeindezentrum trennen. "So können je nach Bedarf bei Veranstaltungen Räume vergrößert oder abgetrennt werden", sagt Cornelius. Durch eine schalldichte Glaswand könnten Eltern mit ihren Kindern den Sonntagsgottesdienst verfolgen. Auch dort werde moderne Übertragungstechnik eingesetzt. Als Gemeindezentrum folge das neue Gebäude der Funktion: Garderobe, Küche, Unterrichts- und Allzweckraum sowie Sakristei und Kirche auf 250 Quadartmeter Fläche. "Der Kirchraum wird die ansonsten eingeschossige Bebauung überhöhen", sagt Cornelius. Ein unter dem Zeltdach umlaufender Fensterkranz werde das Tageslicht in das Gotteshaus bringen, ebenso wie zwei übers Eck angebrachte raumhohe Fensternischen. An der östlichen Seite des Kirchraums werde der Altar aufgestellt.Die Kosten trägt die neuapostolische Kirche Bauherrin ist die Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland der christlichen Religionsgemeinschaft mit Sitz in Frankfurt. Als Architekt habe er sich auf das Konzept und die Richtlinien der dort Verantwortlichen eingelassen, sagt Karl-Heinz Cornelius. Er fuhr in den Taunus, schaute sich Kirchbauten und Gemeindehäuser an, fragte nach den speziellen Vorstellungen der Warburger Gemeindemitglieder. Seine erste christliche Kirche: "Da musste ich mich reindenken", sagt der Warburger Architekt. Doch habe er mit Gebetshäusern auch einige Erfahrung. Das Buddhistische Zentrum im denkmalgeschützten Warburger Bahnhofsgebäude entstand nach seinen Plänen und unter seiner Bauaufsicht. 21 Parkplätze werden den Besuchern des Zentrums zur Verfügung stehen. Zwischen der Landfurt und der Klosterstraße wird auf dem 800 Quadratmeter großen Grundstück entlang des Gebäudes ein Weg führen und die beiden Straßen miteinander verbinden. Wegnehmbare Poller zu beiden Seiten werden Zentrumsbesucher mit ihren Autos zu den Parkflächen des Hauses lassen. Alle anderen werden den Weg als Fußgänger nutzen dürfen. Die Kosten für den Bau und die Pflege dieser Zuwegung übernimmt die Neuapostolische Kirche.

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