Dirk Lawicki (v. l.), Judith Lotze, Praxisanleiter Andreas Klatt und Thorsten Lauer haben auf dem Burgfriedhof die ersten Stationen des Kreuzweges entbuscht. Zwischen vier und sechs Wochen werden die Arbeiten dauern, sagt Klatt. - © FOTOS: DIETER SCHOLZ
Dirk Lawicki (v. l.), Judith Lotze, Praxisanleiter Andreas Klatt und Thorsten Lauer haben auf dem Burgfriedhof die ersten Stationen des Kreuzweges entbuscht. Zwischen vier und sechs Wochen werden die Arbeiten dauern, sagt Klatt. | © FOTOS: DIETER SCHOLZ

Warburg Ein Gewinn für alle

Langzeitarbeitslose machen Stationenweg zwischen Alt- und Neustadt attraktiv

Thomas Stock (Jobcenter, v. l.), Jens Mikus vom Unternehmen Meinolf Gockel, Bauamtsleiter Walter Güntermann, Bürgermeister Michael Stickeln, Katharina Linpinsel und Anja Vorlicek von der Warburger Diakonie.
Thomas Stock (Jobcenter, v. l.), Jens Mikus vom Unternehmen Meinolf Gockel, Bauamtsleiter Walter Güntermann, Bürgermeister Michael Stickeln, Katharina Linpinsel und Anja Vorlicek von der Warburger Diakonie.

Warburg (scho). Die Warburger und ihre Gäste werden sich freuen: Der Kreuzweg zwischen der Altstadt-Kirche St. Marien und dem Burgfriedhof wird in den kommenden Wochen mächtig aufgehübscht. Dafür werden die Teilnehmer einer Beschäftigungsmaßnahme sorgen.

Das Projekt wird von der Diakonie, dem Jobcenter Kreis Höxter und der Stadt durchgeführt. Eine optische Veränderung werde sich einstellen, kündigen alle an.

Mit den Pflegearbeiten, die am Montag begannen, soll die touristische Infrastruktur in der Stadt verbessert werden. Langzeitarbeitslose aus dem Kreisgebiet nehmen an der zunächst auf sechs Monate begrenzten Maßnahme teil. Sie sollen durch gemeinnützige und zusätzliche Arbeit, die von der Kommune nicht geleistet werden kann, stabilisiert, aus einer langen Zeit der Nichtbeschäftigung herausgeholt und bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. "Das Projekt wendet sich an Menschen mit Vermittlungshemmnissen und wir sind froh, für diese Personengruppe eine praktische Unterstützung vorhalten zu können", sagt Thomas Stock, Teamleiter im Jobcenter Kreis Höxter.

"Die Diakonie hat die Trägerschaft für dieses Projekt gern übernommen, da es für diese Gruppe eine gute Chance ist, sich mehr in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Es ist für uns ein wichtiger Beitrag zur Inklusion", sagt Katharina Linpinsel, Leiterin der Diakoniestelle in Warburg. Inklusion werde meist im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen diskutiert und auf den Bereich Bildung und Schule reduziert. "Menschen in sozialen Notlagen und Menschen, die an der Armutsgrenze leben, sind kaum im Blick", so Linpinsel. Inklusion bedeute aber gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft. "Alle Menschen mit ihren Eigenarten und Besonderheiten sollten gleichermaßen akzeptiert und teilhaben können", fordert Linpinsel.

"Für die Stadt ist das Projekt ein Gewinn", sagt Bürgermeister Michael Stickeln. Einen Bauwagen brachte das Bauunternehmen Nolte ein, die Firma Meinolf Gockel spendierte Regenschutzbekleidung.

Die zwölf Teilnehmer kümmern sich zunächst um den Kreuzweg. Ach der Trimmpfad an der Diemel soll durch Pflegearbeiten ein neues Gesicht bekommen. "Und die Rad- und Wanderwege sollen überprüft, ausgebessert und neu ausgeschildert werden", informiert Bauamtsleiter Walter Güntermann. Auch auch den Dörfern werden die Teilnehmer des Beschäftigungsprojektes aktiv.

Dabei werden sie von der Sozialarbeiterin Anja Vorlicek unterstützt. Sie hilft bei lebenspraktischen Problemen und motiviert in schwierigen Phasen. Die Arbeitszeit beträgt 20 Stunden wöchentlich, dazu gehört auch eine Qualifizierung. Landschaftsgärtner Andreas Klatt unterrichtet die Teilnehmer in Berufs- und Fachkunde sowie Werkzeugkunde. Auch Sicherheitsbestimmungen und der Umgang mit Maschinen stehen auf dem Lehrplan.

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